Von Cosel-Oderhafen über Ansbach nach Feuchtwangen

Was mein Fotoalbum meinen Kindern und Enkeln aus meinen Jahren 1937 - 2016 erzählen kann

von

Klaus Leder wurde am 12. Januar 1937 als Sohn des Oderschiffermissionars
Martin Leder und seiner Ehefrau Lisbet, geb. Lehmann, in
Cosel-Oderhafen in Oberschlesien geboren. Nach der Flucht im Januar
1945 besuchte er, nach Oberschlesien zurückgekehrt, 1945/46 die nun
polnisch gewordene Schule in Klodnitz. Von 1946 –1948 wuchs er in der
Fränkischen Schweiz, danach in Ansbach/Mittelfranken auf. Hier legte
er am Humanistischen Gymnasium das Abitur ab. Er studierte Theologie,
Geschichte und Musikwissenschaft in Erlangen, Hamburg und
München. 1963 wurde er in Erlangen mit einer Arbeit über die Theologie
der Aufklärung in Franken summa cum laude zum Doktor der
Theologie promoviert. Ordination in Ansbach und Vikariat in Nürnberg
schlossen sich an. 1962 heiratete er die fränkische Pfarrerstochter
Gertrud Fuchshuber. Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft
schrieb er eine Habilitationsschrift über Kirche und Jugend in
Nürnberg von 1400 –1800. Als Pfarrer in Ansbach-Elpersdorf nahm er
auch einen Lehrauftrag für Kirchen- und Dogmengeschichte in Neuendettelsau
wahr. Von 1974 – 2001 leitete er als Dekan den bayerischen
Kirchenbezirk Feuchtwangen. Durch die Mitarbeit bei Prüfungen konnte
er weiterhin Kontakt zur wissenschaftlichen Theologie halten. Seit
1970 leitete er den Religionspädagogischen Arbeitskreis im Ostkirchenausschuss
der Evangelischen Kirche in Deutschland.1973 wurde er zum
Vorsitzenden der Gemeinschaft evangelischer Schlesier in Bayern gewählt.
Hier wuchs er drei Jahrzehnte lang auch in die Geschichte der
schlesischen Kirche hinein. Als Ruheständler studierte er seit 2002 polnische
Sprache und Landeskunde an der Universität in Breslau-Wrocław.