Den Schmerz aushalten: Emma Glass, Peach

Sascha`s Rezension zu Emma Glass Debütroman, Peach.

Es gibt Bücher, die überzeugen mit einer spannenden, traurigen, fantastischen, liebevollen oder dramatischen Erzählung. Andere Bücher beeindrucken durch einen sprachgewaltigen Stil, sie zeigen auf, was alles mit Sprache möglich ist. Und dann gibt es Werke, die zeigen, dass Literatur nicht nur Geschichten erzählen kann, sondern zugleich auch Kunst ist. Emma Glass Debütroman Peach erzählt nicht nur eine schockierende Geschichte, die in ihrer Explizitheit stellenweise an Lize Spit erinnert, sie erschafft vielmehr eine Sprachwelt in der das Unaussprechliche seine Wörter findet.

„Den Schmerz aushalten: Emma Glass, Peach“ weiterlesen

Tilman scheut die Insel ohne Bücher

Interview mit Tilman Winterling von 54books

Tilman bei litnity
Tilman Winterling, 54 books. Im Interview mit litnity.

litnity: Tilman, du arbeitest als Rechtsanwalt, betreibst mit 54books ein sehr beliebtes Literaturblog, mit 54stories eine Plattform für Prosa und Lyrik, du moderierst, hältst Vorträge… , das klingt nach einem interessanten, arbeits- und abwechslungsreichen Leben. Wie geht es dir damit und was hast du noch so vor?
Tilman: Das klingt immer ein bisschen wilder als es ist.

„Tilman scheut die Insel ohne Bücher“ weiterlesen

Black Russian Roadkill

Heute Abend traue ich mich mal so richtig was. Ich habe mir nicht nur einen doppelten Black Russian gemixt, und das bei der Hitze draußen, das wird mir noch leid tun. Das wird mir noch richtig leid tun, denn ich merke schon nach dem ersten Schluck, dass es bei dem einen nicht bleiben wird, aber vielleicht diesmal ja doch.
Also nicht nur der Black Russian, nein, aus meiner Kiste der Trillionen vernachlässigten Bücher habe ich an diesem besonderen stinknormalen Abend  Axolotl Roadkill von Helene Hegemann herausgezogen. Ich denke immer, die würde Herlinde Hegemann heißen, irgendwie passt der Name Herlinde in meiner Vorstellung besser zu ihr.

„Black Russian Roadkill“ weiterlesen

Hört, hört! „Der fröhliche Gast“ im stories! Quickie

Im aktuellen stories! Quickie empfiehlt Buchhändlerin Sarah O´Connor ihren größen Sommer-Literatur-Hit: „Der schöne Gast“ von Anna Katharina Fröhlich. Sarah findet: „Diese Autorin ist ein absoulutes Sprachgenie und schreibt … “ Ach, hört selbst!

Und lest hier unsere Rezension zum Buch.

In den stories! Quickies verraten uns die Buchhändler*innen aus Anne Beurichs Team in zwei bis drei Minuten Videos, welche Geschichten, Romane und Autor*innen sie gerade begeistern. Wir finden es toll, so kurz und knackig zu inspirieren und freuen uns, dass wir euch diese Quickies bei uns zeigen dürfen. Dankeschön ans stories! Team. Viele weitere Highlights und „Herzensbücher“ findet ihr auf stories-hamburg.de 

Zuerst veröffentlicht auf stories! hamburg 

Was wäre die Welt ohne Bücher?

… und ohne den Deutschen Buchhandlungspreis? Das fragt sich unsere Kulturstaatsministerin Monika Gütters. Die Welt wäre kulturell ärmer ohne inhabergeführte Buchhandlungen, die sich um den Wert der Ware Buch mehr scheren als andere und die nicht nur Verkaufszahlen im Visier haben. Deshalb gibt es seit drei Jahren den Deutschen Buchhandlungspreis. Um diesen konnten sich auch in diesem Jahr unabhängige Buchhandlungen bewerben, die einen Jahresumsatz unter einer Million haben und die ihre Buchhandlungen als Kulturorte und Orte des Austausches über Literatur pflegen.

„Was wäre die Welt ohne Bücher?“ weiterlesen

Leseschatz-TV Buchtipps

Hauke Harder bespricht mal wieder seine jüngsten Lektüren. Im Mittelpunkt steht die finnische Autorin Selja Ahava mit ihren beiden Romanen „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“ (tatsächlich passiert!) und ihrem neueren Roman „Dinge, die vom Himmel fallen“. Sehens- und lesenswert!

Beide Romane verlegt im Mare Verlag.

beautiful leaves

Hallo! Wer bist du denn?

Ich heiße Jasmin und betreibe seit einigen Monaten den Bücherblog LEAF AND LITERATURE. Ich lese gern und viel fiktionale Literatur in deutscher und englischer Sprache, wobei ich mit besonderer Begeisterung zu Familien- und Gesellschaftsromanen sowie Abenteuer- und Reiseromanen greife. Auch autobiografisches Schreiben interessiert mich immer mehr und Kinderbücher lese ich, seit ich selbst Mama geworden bin wieder mit allergrößter Freude.
Auch beruflich darf ich mich täglich mit Büchern befassen. Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Universität, unterrichte Seminare zu amerikanischer Literatur und arbeite an meiner Doktorarbeit im Bereich der Literatur- und Kulturwissenschaft Nordamerikas. „beautiful leaves“ weiterlesen

Die trinkende Frau

Heute war ich unterwegs, um nach einem Geburtstagsgeschenk für meinen Freund zu stöbern. Das ging natürlich nicht, ohne mir selbst eine Kleinigkeit zu gönnen. Nachdem ich dekorativen Schalen in modischen Farben, einem schwarz-weiß gestreiften Südwester (todschick!) und bizarren Nippesfigürchen namens „Angry Aliens“ widerstanden hatte, sah ich dieses hübsche kleine Buch. Elisabeth Raether, Die trinkende Frau. Das war, solange sie erschien, meine liebste Kolumne im Zeit-Magazin.

„Die trinkende Frau“ weiterlesen

In der Liebe sind wir alle Amateure.

Neben meinem Bett steht seit Ewigkeiten eine Box mit ungefähr 40 ungelesenen Büchern. Vorgestern habe ich beschlossen, mir ab sofort jede Woche eins davon vorzuknöpfen. Wenn ich mich an diesen Vorsatz halte, außerdem zwischendurch keine neue Lektüre vom Altpapiercontainer oder aus irgendwelchen zu-verschenken-Kisten am Straßenrand anschleppe, dann ist die Sache gegen Ende des Jahres endlich mal erledigt. Übertriebene Hoffnungen mache ich mir nicht, nicht nur wegen der vielen zu-verschenken-Kisten überall, die ich ab sofort komplett ignorieren muss.

„In der Liebe sind wir alle Amateure.“ weiterlesen

Königinnen.

Seit dem letzten Literatureintrag habe ich vier Bücher gelesen, aber das vierte habe ich trotz strengster Auflagen mal wieder unterwegs abgegriffen, ich konnte nicht anders. Spende für den guten Zweck, erstens, und zweitens habe ich das gleich weggeschmökert, das ist nicht mal in die Nähe meiner überquellende Bücherkiste neben dem Bett gekommen. Seichte Lokalkrimi-Unterhaltung, nicht weiter der Rede wert, darf zwischendurch auch mal sein. „Königinnen.“ weiterlesen

treu is a four letter word.

Es macht überhaupt keinen Sinn, an Schönwettertagen vor die Tür zu gehen. Die Ausflugsziele quellen über, die Gastronomie serviert unterbesetzt, schlechtgelaunt und viel zu teuer, alles ist anstrengend.

Besser, man bleibt zuhause, bis die aufgemotzten Cabrios wieder in ihren Garagen stehen, die Menschen mit Flipflops und buntbedruckten T-Shirts auf ihren Sofas sitzen und die Ruhe einkehrt, die sich alle auf ihrer Suche danach den ganzen Tag über gegenseitig zunichte gemacht haben.

Es ist noch lange hell und warm, kein Grund zur Eile.

In der Zwischenzeit liest man ein Buch. „treu is a four letter word.“ weiterlesen

Kochen Sie schon, Herr von Stuckrad-Barre?

„ … wenn du anfängst, zu Hause zu kochen, dann haben sie dich.“
B. v. Stuckrad-Barre in „Panikherz“

Lieber Herr von Stuckrad-Barre!

Vor mir liegt Ihr neues Buch „Ich glaube, mir geht’s nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen.“ Gratulation zu diesem gelungenen Titel! Ich höre diesen Satz sehr oft, deshalb musste ich schmunzeln, als ich ihn das erste Mal las. Und! Dadurch, dass er mir so vertraut ist, kann ich mir den bestens merken. (Ich kenne nur wenige Bücher, bei denen so viele Wörter den Titel ausmachen … Moritz von Uslars „Waldstein“ und noch ein Buch von Antonia Baum fallen mir da gerade mal ein, aber ich bin auch nicht soooo belesen.) „Kochen Sie schon, Herr von Stuckrad-Barre?“ weiterlesen

Welches Buch verschenkst du zum Welttag des Buches?

Foto: Andreas Berheide / photocase.de

Wir greifen die katalonische Tradition (hier beschrieben von „Frau Lehmann liest“) auf und fragen euch:

Welches Buch würdet ihr gerne am heutigen Welttag des Buches eurem Lieblingsmenschen schenken? Ob nun mit oder ohne Rose?

Schreibt ins Kommentarfeld Titel und Autor des Buches (und wer mag, noch kurz warum und vielleicht wem).

Drei der Kommentare werden per Zufallsprinzip ausgelost. Denjenigen wird das Buch zum Verschenken zugeschickt!

Viel Glück! Und vor allem Spaß dabei! Eure litnities

Das Kleingeduckte:
Wer an diesem Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss sich zuvor auf litnity registrieren. Mitmachen dürfen alle Menschen, die einem anderen eine Freude machen möchten. (Der Rechtsweg muss draußen bleiben, die arme Wurst …)

Zum Welttag des Buches

Am 23. April ist es wieder soweit, der Lieblingsfeiertag aller Buchliebhaber findet statt, der Welttag des Buches. Es gibt unzählige Aktionen in Schulen, Kindergärten, Buchhandlungen. Aber das ist für euch, die Lesebegeisterten bei Litnity ja sicherlich nichts Neues.
Daher möchte ich euch heute eine katalonische Tradition zum Welttag des Buches vorstellen:
„Zum Welttag des Buches“ weiterlesen

Die Buchwelt mal anders sehen

Buch ist Buch. Oder gibt es da Unterschiede? In KeJas BlogBuch haben wir einen tollen, engagierten Beitrag zur Sichtweise auf Indie und Self Pub Autor*innen und ihre Bücher entdeckt, auf den wir euch hier gerne hinweisen. Denn die beiden wollen, dass es lauter wird um Autor*innen, die selbst viel tun, um von euch entdeckt und gelesen zu werden.

Die beiden belesenen Bloggerinnen sprechen von Autor*innen, die einen harten Weg beschreiten und schon vor ihrer Veröffentlichung mit Vorurteilen und der Ablage in einer bestimmten Schublade zu kämpfen haben. Kerstin und Janna meinen: „Manchmal gerechtfertigt, manchmal mehr aber völlig unbegründet!“ Denn sie haben schon einige Perlen unter den Indie- und Selfpub-Autor*innen gefunden.

Deshalb starten sie in den sozialen Kanälen eine Initiative für Indie-und Selfpublisher-Autor*innen.

Seid Ihr dabei?

„Die Buchwelt mal anders sehen“ weiterlesen

In Hamburg wird eine neue Literaturzeitschrift vom Stapel gelassen!

Mitte April erscheint in Hamburg ein neues Format für literarisches Schaffen: tau. Die Zeitschrift für Literatur bildet als Pendant zum Hamburger Hafen einen Umschlagplatz für frische Texte aller Genres, macht mit seiner grafischen Gestaltung Lust auf Literatur und bezieht Bereiche der bildenden Kunst mit ein.

„In Hamburg wird eine neue Literaturzeitschrift vom Stapel gelassen!“ weiterlesen

Der letzte Satz. Anne Reineckes Debüt „Leinsee“

Leipzig, 16.03.2018 – litnity traf Anne Reinecke auf der Leipziger Buchmesse und sprach mit der Autorin über ihren ersten Roman „Leinsee“, der vor kurzem bei Diogenes erschien. Von Dörte Brilling

Der Stand von Diogenes liegt in Halle 4. Irgendwo da drin sitzt Anne Reinecke und nimmt Glückwünsche zum gelungenen Debüt entgegen, schreibt Widmungen in Bücher, die ihren Namen tragen und stellt sich für ein schnelles Handyfoto neben die eine oder andere begeisterte Bloggerin.

„Der letzte Satz. Anne Reineckes Debüt „Leinsee““ weiterlesen