Glaube und Macht

Ich muss gestehen, auf der Landkarte meiner Bildung ist China weitestgehend Terra incognita. Ich weiß sträflich wenig über Geschichte und Kultur dieses an Geschichte und Kultur ja so reichen Landes. Umso dankbarer bin ich für die Einblicke, die Stephan Thomes großartiger Roman dem Leser gewährt. „Gott der Barbaren“ spielt Mitte des 19.Jahrhunderts. Die Qing-Dynastie wankt;  Europäer, vor allem Engländer haben sich in den Hafenstädten angesiedelt; der Opiumhandel blüht; Missionare strömen aus auf Seelenfang. Kulturen prallen aufeinander.
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Leseschatz – Buchblogaward Finalist 2018

Finale! Hauke Harders Leseschatz birgt für uns immer schon und jetzt noch viel mehr die schönsten Bucherschätze. Jetzt ist es auch offiziell, dass unsere Schatztruhe eine der besten, reichsten, unterhaltsamsten ist, denn der Leseschatz-Blog ist einer der 45 Finalisten des Buchblogaward 2018! Wir gratulieren!

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lit:nacht Programm am 15. September 2018

DOCK 17
Chorsaal
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20:00   Silke Stamm | Besser wird es nicht
20:30   Christian Milkus | Das Feuer in mir
21:00    Dominik Bloh | Unter Palmen aus Stahl
21:30                  PAUSE
22:00   Lotta Emilia | Poetry Slam Performance
22:30   Joyce Summer | Tod am Kap
23:00   Leon Sachs | Eleven
23:30   Cord Buch | Flucht ins Viertel

DARK DIAMONDS
Gemeinderaum
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20:00   Anja Marschall | Lizzi und die schweren Jungs
20:30   Anke Messerle | Das falsche Tabu
21:00   Margaret Kindermann | Und dein Leben, dein Leben
21:30                  PAUSE
22:00   Maja Schendel | Vogelperspektive
22:30   Julia Dibbern | Wolkendämmerung
23:00   Angela Lautenschläger | Stille Zeugen

FISCHMARKT
Food Area
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20:00   Kristin Helmes | Das Bosskonzept
20:30   Patricia Paweletz | Unterwegs zu Gaby Glückselig
21:00    Oliver Luser | Resilienz für den eigenen Lebensweg

 

Ein Juwel

Es gibt Schriftsteller, deren Werk völlig unverdient aus der Aufmerksamkeit gerät, in irgendeiner Versenkung verschwindet und dort sanft einstaubt. Und manchmal, zum Glück!, wird so ein Schriftsteller mit seinem Werk wieder entdeckt, entstaubt und den Lesern neu vorgestellt. Eduard von Keyserling ist so ein Schriftsteller, einer der eigentlich in die Riege der großen deutschsprachigen Erzähler der Jahrhundertwende gehören sollte, in einem Atemzug genannt mit beispielsweise Fontane oder Storm oder den Manns, Heinrich und Thomas. „Ein Juwel“ weiterlesen

Ein, zwei, drei – ganz viele AutorInnen bei der Lesenacht des Litcamp…

Das Litcamp in Hamburg – läuft. Und auch am Abend ist Programm: Statt Nachtsessions im Barcamp gibt es Samstagabend Lesungen in drei Gemeinderäumen der Hauptkirche St. Katharinen. Sie sind als Teil der 15. Nacht der Kirchen in Hamburg  kostenlos und für jeden offen!

Lena vom Büchernest erzählt schon mal etwas über die Bücher, aus denen die Autor*innen, die dabei sein werden, lesen. Also, Vorhang auf für ihre Plots. Alphabetisch nach Vornamen sortiert.

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Save the date! 15. und 16. September – Litcamp Hamburg

Viele Litcamper kennen diese Veranstaltung z. B. aus Heidelberg. Nun kommt das Format erstmals nach Hamburg. Organisiert wird das Litcamp Hamburg von Mareike Hansen und ihrem Team. litnity ist mit tatkraftiger Unterstützung dabei!

litnity: Was ist ein Litcamp, Mareike?
Mareike: Das  Literaturcamp  Hamburg ist ein Barcamp, das sich rund um das  Thema Literatur, Bloggen, Bücher, alles, was mit Literatur zu tun hat, dreht. Barcamp bedeutet, dass  jeder, der da ist, eine Session anbieten kann, also dass er oder sie über ein Thema spricht, dass zum Thema des Barcamps passt. Man muss dafür kein Experte sein. Wenn man z. B. über Frauenfiguren in der  Literatur oder in Thrillern sprechen möchte, muss man dafür nicht Germanistik studiert haben sondern man kann das machen, weil man gerne Thriller liest. Man gibt sein Wissen weiter.

litnity: Es ist also eine Vortragsformat …
Mareike:
Ja, oder Diskussionsrunde. Es gibt aber auch Leute, die bieten  Workshops an. Ich war z. B. auf einem Barcamp, auf dem uns eine Teilnehmerin die Basics von Sketchnotes beigebracht hat. Wir haben einen Stift und Papier in die Hand gedrückt bekommen und dann ging es auch schon los. Es ging darum, wie man in Konferenzen schnell und gut ein Protokoll schreiben kann. Wenn während des Meetings eine Idee aufkommt, malt man eine Glühbirne. Eine Lupe ist z. B. das Zeichen dafür, dass man etwas später noch recherchieren möchte, und so findet man das ganz schnell wieder. Je häufiger man das trainiert, desto schneller kann man das und man findet irgendwann auch seine eigenen Symbole. Das war halt ein Workshop, wo sie uns was beigebracht hat. Manchmal ist es auch eher ein Austausch. Man wirft eine These in den Raum, z. B. der deutsche Kinderbuchmarkt wird immer sexistischer, gibt noch ein paar Beispiele mit, und dann wird diskutiert.

Man ist völlig frei, wie man die Session gestalten möchte. Manche bereiten das im Vorfeld auch vor, weil sie wissen, dass sie eine Session halten möchten. Die haben dann eine PPP dabei, oder Bilder, Anschauungsmaterial … Aber man kann es auch spontan machen.

litnity: Man meldet die Session nicht im Vorfeld an?
Mareike:
Nein. Es läuft so: Wir haben um 8.30 Frühstück und um 9:00 geht es los mit der Eröffnungssession. Da wird das Team vorgestellt, die  Teilnehmer_innen stellen sich vor, und dann wird gefragt, wer eine Session anbieten möchte. Es wird jeder Vorschlag aufgeschrieben und am Ende wird der Sessionplan erstellt. Da wird dann notiert, wer z. B. in die Session „Alkoholismus bei Ermittlerfiguren“ möchte. Dann melden sich die Leute, die daran teilnehmen möchten. Dabei muss drauf geguckt werden, wie viele an einer Session teilnehmen möchten und in welchen Raum die müssen. Eine Session mit 80 Interessierten bekommt einen größeren Raum, eine Diksussionsrunde von 5 Leuten bekommt eher die rödelige Abstellkammer. Manche Sessions müssen vielleicht  wieder rausfliegen, weil man nicht genügend Platz hat oder es zu wenige Interessierte gibt. Man kann sich natürlich auch einfach eine Brause schnappen und sich irgendwo zusammensetzen. Das gab es beim Literaturcamp Heidelberg. Man muss nicht zwingend eine Session besuchen. Wenn man zwischen 12 und 13 Uhr einfach keine spannende Session findet, hält man eben Klönschnack. Wir sind direkt an der Elbe und der  Speicherstadt, da kann man einen Augenblick spazieren gehen oder sich ans Wasser setzen.

litnity: Welche Themen können in Sessions besprochen werde? Du hast ja schon ein bisschen was erzählt …
Mareike: Alles, was rudimentär mit Literatur und Literaturbetrieb zu tun hat oder mit Bloggern … Das einzige, was wir nicht dulden, sind homophobe, islamophobe, rassistische, sexistische Inhalte, also alles was zur Diskriminierung und Unterdrückung beiträgt.

Genau. Es ist ein Unterschied, ob jemand über Rassismus in Jugendbüchern sprechen will, was wirklich spannend ist, oder über die Islamisierung Deutschlands. Das ist ein Thema, dem wir einen Riegel vorschieben würden. Dafür gibt es andere Plattformen, wo man Gleichgesinnte findet. Aber nicht bei uns. Wir haben Teilnehmende, aber auch Helferinnen, die direkt von genau dieser Diskriminierung betroffen sind, und das Literaturcamp Hamburg soll, soweit wir es möglich machen können, ein diskriminierungsfreier Ort sein. Deswegen achten wir da auch sehr genau drauf.

litnity: Wer kommt zu so einem Litcamp? Ganz normale Leser*innen? Blogger*innen? Verlagsleute?
Mareike: Es ist eine bunte Mischung. Willkommen ist jeder, der sich für Literatur interessiert. Auch wenn du „nur“ Leser bist, was ich gar nicht so herabsetzen will, wie es klingt, denn ohne Leser hätte man niemanden, für den man schreibt, auch als „nur“ Leser bist du willkommen. Vorausgesetzt, du hast ein Ticket; für 2018 sind wir allerdings ausverkauft. Es kommen Blogger, Autoren, Verlagsmenschen, und dann gibt es komische Menschen wie mich, die überall ein bisschen drinstecken. Uns alle verbindet die Liebe zur Literatur.

litnity: Warum organisierst du das? Das kostet dich doch sicherlich jede Menge Zeit … Und man hört, du bist recht perfektionistisch…
Mareike: Okay, wie es angefangen hat … Als letztes Jahr das Literaturcamp in Heidelberg stattfand, haben viele im Norden getwittert, dass es schön wäre, wenn es näher an uns dran wäre. Aus Heidelberg kam dann die Antwort „Macht doch selbst“. Und ich dachte: Gut! Ich hab ja nichts zu tun zwischen zwei Jobs und Examen und Blog, ich mach das mal. Ich habe dann ein paar Leute zusammengetrommelt, die dann wieder weniger wurden, und Anfang des Jahres haben wir gesagt „Okay, wenn es stattfinden soll, wenn es ein Literaturcamp Hamburg geben soll, brauchen wir JETZT Hilfe“. Wir haben Gott sei Dank tatkräftige Unterstützung bekommen.
Und ja, ich bin durchaus perfektionistisch. Ich kann zwar auch durchaus  Fünfe grade sein lassen, aber nicht überall. Die Basics müssen wirklich stehen, und da muss ich mich drauf verlassen können, dass meine Mithelfer mit mir an einem Strang ziehen. Und ja, es ist durchaus viel Zeit, die man da investiert.

litnity: Warst du schon auf vielen Litcamps?
Mareike: Ehrlich? Nein. Ich wollte immer nach Heidelberg, aber ich habe da meist an meinem Examen gebastelt. Heidelberg ist immer kurz vor den mündlichen Prüfungen gewesen… Deswegen wird das Literaturcamp Hamburg tatsächlich mein erstes Literaturcamp sein.

litnity: Sogar abends gibt es bei deinem ersten Litcamp sogar ein Abendprogramm – warum das?
Mareike: Den Leuten, die abends genug haben vom Literaturcamp und Literatur, stehen natürlich die Sehenswürdigkeiten Hamburgs offen. Für die Leute, die nicht genug von Literatur haben, planen wir abends Lesungen. Wir sind zu einer Zeit in St. Katharinen, in der die Nacht der Kirchen stattfindet. Das heißt, in St. Katharinen und den meisten anderen Kirchen in Hamburg findet bis in die Nacht ein Kulturprogramm statt. In St. Katharinen findet ein Konzert mit Singern & Songwritern statt,. Wir wurden gebeten, dass wir ein kleines literarisches Parallelprogramm erstellen und da haben wir uns dazu entschlossen, dass wir versuchen, Lesungen anzubieten. Zum Glück seid ihr  Ladies von litnity dann rechtzeitig aufgetaucht und euch habe ich das schnell mit einem guten Gefühl übertragen. Und jetzt freuen wir uns alle gemeinsam drauf (lacht)?

Mareike, wir danken dir für das Gespräch und freuen uns angespannt 😉 auf ein inspirierendes Wochenende im September!

 

 

 

 

 

Feuer, geh´ mit mir

Christian „Flake“ Lorenz ist Keyboarder der Band Rammstein. In einer fan-internen Umfrage zum Thema „Mitgliederattraktivität“ wurde er auf Platz sechs gewählt – bei sechs Musikern ist das ziemlich weit hinten. Er kommentiert das freundlich mit der Feststellung, dass irgendeiner ja der letzte sein muss. Außerdem macht er sich als einziger der Rammsteine nichts aus Yoga, dafür aber eine Menge Gedanken. Ob man ein echter Punk sein kann, obwohl man noch bei seinen Eltern wohnt. Warum es in den 1970er Jahren keine alten Rockstars gab. Und weshalb gutes Essen und finstere Musik so schlecht zusammenpassen. „Feuer, geh´ mit mir“ weiterlesen

Welches ist Haukes Favorit der Longlist?

Hauke Harder bespricht Erlesenes wie immer – dieses Mal: Titel der Longlist. Er meint, es ist vieles Tolles dabei und hat einige auch schon hier und auf seinem Blog besprochen. Das hilft euch hoffentlich bei der Auswahl wenn ihr jetzt einen der Longlist-Titel lesen wollt!

Die nominierten Leseschätze, die Hauke bisher besprochen hat, sind:
– Gert Loschütz: „Ein schönes Paar“ (Verlag Schöffling & Co.): ab zur Rezension
– Maxim Biller: „Sechs Koffer“ (Kiepenheuer & Witsch GmbH), besprochen hier. https://leseschatz.com/2018/08/16/max…
– Angelika Klüssendorf (Verlag Kiepenheuer & Witsch): „Jahre später“, besprochen hier.
– Gianna Molinari: „Hier ist noch alles möglich“ (Aufbau Verlag) – zur Rezension.
– Christina Viragh (Dörlemann Verlag): „Eine dieser Nächte“ #Leseschatz-TV: #Indiebookday 2018 (Im Filmchen ist es Buch Nr. 10), auf YouTube zu hören 
– Arno Geiger: „Unter der Drachenwand“ (Hanser Literaturverlage). Die Rezension steht hier.

Mehr zum Buchpreis: https://www.deutscher-buchpreis.de/
Wir drücken allen Anwärtern die Daumen.

Der deutsche Buchpreis 2018. Die Longlist steht!

Die siebenköpfige Jury für den Deutschen Buchpreis, mit dabei der Literaturblogger „Kaffeehaussitzer“ Uwe Kalkowski, hat die 20 Favoriten für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres nominiert. Darunter „… große historische, aber auch verspielt fantastische Weltentwürfe, ebenso wie Texte, die eine radikale Reduktion der Perspektive suchen, bis auf den Nullpunkt des Erzählens“, so Sprecherin Christine Lötscher. „Der deutsche Buchpreis 2018. Die Longlist steht!“ weiterlesen

Daggi ist immer bereit für eine Challenge

Daggi vom Literaturblog „Daggis Welt“ verrät uns ihre Lieblings-Genres, ihre Vorliebe für Challenges und ihre schönsten Begegnungen mit Autor*innen.

litnity: Hallo Daggi, erzähl uns doch mal bitte von deinem Blog. Seit wann schreibst du, welche Genres bevorzugst du, und wo bist du noch so unterwegs?
Daggi: Mein Blog „Daggis Welt“ besteht in seiner jetzigen Form seit 2013. Ich blogge aber bereits seit 2009 und habe viele meiner älteren Beiträge zu „Daggis Welt“ mitgenommen.

Im Alter von 13 oder 14 Jahren habe ich Joy Fielding und Stephen King für mich entdeckt, was meine Begeisterung für Thriller geweckt hat. An dieser Begeisterung hat sich bis heute nichts geändert. Daneben lese ich viele (Regional-) Krimis, bevorzugt aus Deutschland und Skandinavien, Unterhaltungsliteratur und auch Chick Lit. Hin und wieder schreibe ich über Fantasy und Sachbücher, aber das ist eher die Ausnahme.

Auf meinem Blog findet man in erster Linie Rezensionen und andere Artikel rund um Literatur. Ich veranstalte beispielsweise bereits im fünften Jahr eine eigene Challenge, d. h. ich stelle am Anfang des Jahres 60 Aufgaben, die mit Büchern zu tun haben (z. B. „Lese ein Buch mit einem roten Cover.“) und die Teilnehmer versuchen dann, innerhalb eines Jahres so viele Aufgaben wie möglich zu erfüllen. Seit zwei Jahren empfehle ich außerdem im November und Dezember Bücher rund um Winter und Weihnachten, und in diesem Jahr gibt es erstmals eine Sommer-Bücherchallenge, bei der ich zusammen mit den anderen Teilnehmer*innen viele Sommerbücher lese und vorstelle.

Neben meinem Blog bin ich auch bei Facebook, Twitter und Instagram aktiv. Momentan funktioniert der Austausch mit anderen Literaturbegeisterten für mich am besten auf Twitter, so dass ich dort fast täglich zu finden bin. Auch bei Facebook bin ich so gut wie täglich, wobei ich Facebook überwiegend für den Kontakt mit Autoren nutze. Gerade Selfpublisher, also Autoren, die ihre Bücher selbst verlegen und dann auch selbst vermarkten müssen, nutzen die Möglichkeit, sich über Facebook direkt mit Lesern und Bloggern auszutauschen, das ist eine tolle Sache.

litnity: Wie bist du zum Literaturbloggen gekommen?
Daggi: Auf die Idee, Bücher zu bewerten, bin ich gekommen, als ich 2009 einer Buchcommunity beigetreten bin. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits gebloggt, habe aber hauptsächlich über Freizeitmöglichkeiten mit Kindern in unserer Region geschrieben. Damals gab es wesentlich weniger Literaturblogs als heute, und so bin ich erst über diese Buchcommunity darauf gestoßen, dass es Leser*innen gibt, die ihre Rezensionen auf den eigenen Seiten verbloggen; die Idee habe ich dann für mich und meinen Blog Daggis Welt übernommen.

litnity: Wie lange nimmst du dir für eine Buchbesprechung? Hast du eine feste Struktur fürs Schreiben?
Daggi: Für eine Rezension benötige ich zwischen ein und zwei Stunden. Meist beginne ich damit, das Buch abzulichten. Bücher werden heute regelrecht in Szene gesetzt, besonders gut beobachten kann man das auf Instagram. Dem Trend habe ich mich angeschlossen, so dass schon alleine das Fotografieren und das anschließende Bearbeiten eines Bildes einige Zeit in Anspruch nimmt.

Anschließend stelle ich kurz die Protagonisten vor und erzähle, worum es in dem Buch geht, bevor ich im Hauptteil meiner Buchbesprechung meine Gedanken wiedergebe. Ich schreibe darüber, was mir an der Geschichte, am Schreibstil, an den Protagonisten, am Cover usw. gefallen und nicht gefallen hat. Das fällt mir manchmal gar nicht so leicht, denn ich will nie zu viel über ein Buch verraten. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als Rezensionen, in denen entscheidende Szenen oder gar das Ende verraten werden.

Wenn eine befreundete Bloggerin / ein befreundeter Blogger das Buch bereits bewertet hat, verlinke ich den entsprechenden Artikel, damit meine Leser gleich noch die Möglichkeit haben, sich eine zweite Meinung anzusehen, wenn sie sich für ein Buch interessieren.

litnity: Gibt es eine besondere Begegnung mit einer Autorin / einem Autoren, die du mit uns teilen möchtest?
Daggi: A
uf verschiedenen Buchmessen oder auch auf dem LitCamp in Heidelberg treffe ich immer wieder Autoren und oft ergibt sich die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch. Über diese Begegnungen erzähle ich im Anschluss auf meinem Blog unter „Daggi trifft“.

Es gibt aber zwei „WOW-Momente“, die mir wohl ewig in Erinnerung bleiben werden, das waren die beiden ersten Aufeinandertreffen mit Katrin Koppold und Barbara Leciejewski.

Katrin Koppold sagte damals zu mir: „Du bist Daggi? Du schreibst immer so süße Rezensionen!“ Sie kannte Daggis Welt und wusste, welche ihrer Bücher ich bereits gelesen hatte, und teilweise konnte sie mir sogar sagen, was ich dazu geschrieben hatte. Das hat mich umgehauen, und natürlich war es ein tolles Gefühl, zu wissen, dass das, was ich über ein Buch schreibe, von der Autorin auch wahrgenommen wird.

Mit Barbara Leciejewski hatte ich lange Zeit nur schriftlichen Kontakt. Sie ist auf meinen Blog gestossen und hat mich angeschrieben, weil sie in der Nähe meiner Heimatstadt aufgewachsen ist. Als sie mir das geschrieben hat, hatte ich das Gefühl, dass es eine Art „unsichtbare Verbindung“ zwischen uns gibt. Ich habe begonnen, ihre Bücher zu lesen und wir haben uns per Mail ausgetauscht. Ich habe ihr erzählt, wie es mir beim Lesen ging und warum mich ein Roman berührt hat und in ihren Antworten konnte ich regelrecht spüren, wie sehr sie sich über meine Worte gefreut hat. Als wir uns dann zwei Jahre und fünf gelesene Bücher später das erste Mal gegenüberstanden, hatte ich eine Gänsehaut.

litnity: Magst du uns verraten, was du tust, wenn du nicht liest oder bloggst?
Daggi:
Ich arbeite im Prüfungs- und Beratungsbereich, habe beruflich also gar keine Berührungspunkte zur Literatur. Außerdem bin ich Mutter von zwei Teenagern und engagiere mich ehrenamtlich in Schulen und Kirchengemeinden. An den Wochenenden gehe ich gerne zu Musikveranstaltungen oder Theateraufführungen, besonders von Kleinkunstbühnen, oder ich treffe mich mit Freunden. Zum Abschalten bin ich auch sehr gerne im Pfälzerwald unterwegs.

litnity: Vielen Dank, Daggi, dass du dir die Zeit genommen hast. Viel Freude und Erfolg weiterhin!

Hier findet ihr Daggi:

https://www.daggis-welt.de/

https://www.litnity.com/community/die-litnities/daggiswelt/

@daggiswelt

 

 

 

 

Den Schmerz aushalten: Emma Glass, Peach

Sascha`s Rezension zu Emma Glass Debütroman, Peach.

Es gibt Bücher, die überzeugen mit einer spannenden, traurigen, fantastischen, liebevollen oder dramatischen Erzählung. Andere Bücher beeindrucken durch einen sprachgewaltigen Stil, sie zeigen auf, was alles mit Sprache möglich ist. Und dann gibt es Werke, die zeigen, dass Literatur nicht nur Geschichten erzählen kann, sondern zugleich auch Kunst ist. Emma Glass Debütroman Peach erzählt nicht nur eine schockierende Geschichte, die in ihrer Explizitheit stellenweise an Lize Spit erinnert, sie erschafft vielmehr eine Sprachwelt in der das Unaussprechliche seine Wörter findet.

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Tilman scheut die Insel ohne Bücher

Interview mit Tilman Winterling von 54books

Tilman bei litnity
Tilman Winterling, 54 books. Im Interview mit litnity.

litnity: Tilman, du arbeitest als Rechtsanwalt, betreibst mit 54books ein sehr beliebtes Literaturblog, mit 54stories eine Plattform für Prosa und Lyrik, du moderierst, hältst Vorträge… , das klingt nach einem interessanten, arbeits- und abwechslungsreichen Leben. Wie geht es dir damit und was hast du noch so vor?
Tilman: Das klingt immer ein bisschen wilder als es ist.

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Black Russian Roadkill

Heute Abend traue ich mich mal so richtig was. Ich habe mir nicht nur einen doppelten Black Russian gemixt, und das bei der Hitze draußen, das wird mir noch leid tun. Das wird mir noch richtig leid tun, denn ich merke schon nach dem ersten Schluck, dass es bei dem einen nicht bleiben wird, aber vielleicht diesmal ja doch.
Also nicht nur der Black Russian, nein, aus meiner Kiste der Trillionen vernachlässigten Bücher habe ich an diesem besonderen stinknormalen Abend  Axolotl Roadkill von Helene Hegemann herausgezogen. Ich denke immer, die würde Herlinde Hegemann heißen, irgendwie passt der Name Herlinde in meiner Vorstellung besser zu ihr.

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Hört, hört! „Der fröhliche Gast“ im stories! Quickie

Im aktuellen stories! Quickie empfiehlt Buchhändlerin Sarah O´Connor ihren größen Sommer-Literatur-Hit: „Der schöne Gast“ von Anna Katharina Fröhlich. Sarah findet: „Diese Autorin ist ein absoulutes Sprachgenie und schreibt … “ Ach, hört selbst!

Und lest hier unsere Rezension zum Buch.

In den stories! Quickies verraten uns die Buchhändler*innen aus Anne Beurichs Team in zwei bis drei Minuten Videos, welche Geschichten, Romane und Autor*innen sie gerade begeistern. Wir finden es toll, so kurz und knackig zu inspirieren und freuen uns, dass wir euch diese Quickies bei uns zeigen dürfen. Dankeschön ans stories! Team. Viele weitere Highlights und „Herzensbücher“ findet ihr auf stories-hamburg.de 

Zuerst veröffentlicht auf stories! hamburg 

Was wäre die Welt ohne Bücher?

… und ohne den Deutschen Buchhandlungspreis? Das fragt sich unsere Kulturstaatsministerin Monika Gütters. Die Welt wäre kulturell ärmer ohne inhabergeführte Buchhandlungen, die sich um den Wert der Ware Buch mehr scheren als andere und die nicht nur Verkaufszahlen im Visier haben. Deshalb gibt es seit drei Jahren den Deutschen Buchhandlungspreis. Um diesen konnten sich auch in diesem Jahr unabhängige Buchhandlungen bewerben, die einen Jahresumsatz unter einer Million haben und die ihre Buchhandlungen als Kulturorte und Orte des Austausches über Literatur pflegen.

„Was wäre die Welt ohne Bücher?“ weiterlesen

Leseschatz-TV Buchtipps

Hauke Harder bespricht mal wieder seine jüngsten Lektüren. Im Mittelpunkt steht die finnische Autorin Selja Ahava mit ihren beiden Romanen „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“ (tatsächlich passiert!) und ihrem neueren Roman „Dinge, die vom Himmel fallen“. Sehens- und lesenswert!

Beide Romane verlegt im Mare Verlag.

beautiful leaves

Hallo! Wer bist du denn?

Ich heiße Jasmin und betreibe seit einigen Monaten den Bücherblog LEAF AND LITERATURE. Ich lese gern und viel fiktionale Literatur in deutscher und englischer Sprache, wobei ich mit besonderer Begeisterung zu Familien- und Gesellschaftsromanen sowie Abenteuer- und Reiseromanen greife. Auch autobiografisches Schreiben interessiert mich immer mehr und Kinderbücher lese ich, seit ich selbst Mama geworden bin wieder mit allergrößter Freude.
Auch beruflich darf ich mich täglich mit Büchern befassen. Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Universität, unterrichte Seminare zu amerikanischer Literatur und arbeite an meiner Doktorarbeit im Bereich der Literatur- und Kulturwissenschaft Nordamerikas. „beautiful leaves“ weiterlesen