Wildcard-GewinnerInnen 2019

Mit der Wildcard und einem kostenlosen Stand  sind in diesem Jahr das Berliner Kinderbuch-Festival für Vielfalt KIMUK und ein kanadisches Blockchain-Startup für E-Books auf der Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober 2019) dabei.

Als ehemalige Gewinnerinnen verfolgen wir die Auswahl natürlich mit Interesse  und gehen bestimmt mal an die Stände. Innovationen braucht die Branche.

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Good News: Wir lesen wieder!

TATA! Es ist soweit: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat gezählt und Statistiken analysiert und wagt sich jetzt von einer Wende zu sprechen. Die Buchbranche hat Grund zur Freude:

  • Die Zahl der Buchkäufer*innen ist in 2018 um 300 000 gestiegen. Zum ersten Mal seit 2012.
  • Die Jüngeren zwischen 20 und 29 Jahren kaufen wieder mal ein Buch, und bei den Menschen zwischen 30 und 39 wuchs die Zahl der Buchkäufe um immerhin 15,9 Prozent.
  • Und die Umsatzkurve, die schon in 2018 stabil blieb, ging in den ersten Monaten diesen Jahres sogar nach oben.

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Christof Weigold – Der blutrote Teppich

Vor etwa einem Jahr erschien der erste Band dieser Reihe über den deutschen Privatdetektiv Hardy Engel, verkrachter Schauspieler, Expolizist, der im Hollywood der 1920iger gestrandet ist und nun Kriminalfälle löst. Ich war und bin hellauf begeistert von dieser Mischung aus Fakten und Fiktion, von den Charakteren, dem ganzen Aufbau des Romans. „Christof Weigold – Der blutrote Teppich“ weiterlesen

Maureen Daly – Siebzehnter Sommer

Dieser 1942 erschienene Roman ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur. Er beschreibt einen unvergesslichen Sommer im Leben der siebzehnjährigen Angie Morrow, den Sommer der ersten Liebe.
Angie lebt mit ihrer Familie in einer typischen amerikanischen Kleinstadt. Jeder kennt jeden, abends und an den Wochenenden trifft man sich Drugstore oder geht ins Kino. Am Anfang des Sommers lernt sie Jack Duluth näher kennen, einen Mädchenschwarm des Ortes. Überraschenderweise verlieben sie sich ineinander. „Maureen Daly – Siebzehnter Sommer“ weiterlesen

Daniel Mendelsohn – Eine Odyssee

Es gibt sie meist nur einmal im Jahr, diese ganz besonderen Bücher, die sich abheben von der Masse, die anders sind, in kein Raster passen. In diesem Jahr scheint das Mendelsohns „Eine Odyssee“ zu sein. Das Buch eines Altphilologen über die Irrfahrten des Odysseus, aber auch darüber, was man heute noch aus einem jahrhundertealten Epos lernen kann und ein Buch über Beziehungen, zwischen Partnern, zwischen Eltern und Kindern. „Daniel Mendelsohn – Eine Odyssee“ weiterlesen

Marente de Moor – Aus dem Licht

Dieses Lesehalbjahr gestaltet sich seltsam. Das ist nun schon das dritte Buch in Folge, neben „Babel“ und „Winterbergs letzte Reise“, das ich zwar für sprachlich brilliant halte, aber auch unfassbar anstrengend zu lesen. Vielleicht sollte ich meine Auswahlkriterien überarbeiten. Andererseits kann/soll/muss Literatur ja durchaus fordernd sein und eigene Grenzen verschieben… „Marente de Moor – Aus dem Licht“ weiterlesen

Vea Kaiser – Rückwärtswalzer

Blut ist eben doch dicker als Wasser und niemand wird zurückgelassen. Zumindest nicht in der Familie Prischinger. Als Lorenz vor der Pleite steht und seine Freundin ihn verläßt, darf er ganz selbstverständlich bei seiner Tante Hedi und ihrem Lebensgefährten Willi einziehen. Seine beiden anderen Tanten Mirl und Wetti gehen dort auch ein und aus. In Notfällen halten die Prischinger eben zusammen. Ein ebensolcher Notfall ist Willis plötzlicher Tod. Denn der gebürtige Montenegriner möchte in seinem Heimatland begraben werden, allein es fehlt das Geld für die Überführung. Und so machen Lorenz und seine Tanten sich mit dem gefrorenen Willi auf dem Beifahrersitz seines Pandas auf den langen Weg nach Montenegro… „Vea Kaiser – Rückwärtswalzer“ weiterlesen

Kenah Cusanit – Babel

1913. Robert Koldewey leitet die Ausgrabung Babylons und leidet an einer Blinddarmentzündung. Das ist, sehr knapp formuliert, der Inhalt des Debütromans von Kenah Cusanit. Die Altorientalistin legt mit ihrem ersten Roman ein sprachliches Meisterwerk vor. Selten habe ich so sprachverliebte, wohlformulierte Sätze gelesen. Dennoch, der Funke springt nicht über. „Kenah Cusanit – Babel“ weiterlesen

Daniela Krien – Die Liebe im Ernstfall

Über fünf Frauenleben erzählt Daniela Krien in ihrem neuen Roman.
Paula, geschieden und alleinerziehende Buchhändlerin, kann den Tod ihres zweiten Kindes nicht verwinden.
Judith, allein lebende Ärztin, sucht über Datingportale nach dem perfekten Match.
Brida, auch geschieden mit zwei Kindern, Schriftstellerin, möchte ihren Exmann zurück erobern.
Malika, Musiklehrerin, hat ihr Liebesleben auf eine Karte gesetzt und verloren.
Jorinde, Schauspielerin, hat aus Trotz geheiratet und möchte sich nun wieder trennen. „Daniela Krien – Die Liebe im Ernstfall“ weiterlesen

Heinrich Breloer „Brecht. Roman seines Lebens“

Brecht. Roman seines Lebens. So lautet der knappe Titel dieses 527-Seiten-Wälzers. 527 Seiten, das ist doch nicht viel, wird so mancher denken. Und dann noch unzählige Photos, das liest sich doch recht schnell. Irrtum. Das zieht sich wie die B4. Rechts ein Dorf und links ein Baum und immer geradeaus. „Heinrich Breloer „Brecht. Roman seines Lebens““ weiterlesen

Kent Haruf – Abendrot

Holt, Colorado. Dies ist nun das dritte Buch des amerikanischen Autors Kent Haruf, das in dieser fiktiven Kleinstadt spielt und inzwischen fühle ich mich dort ganz heimisch. Das Leben ist nicht einfach in Holt, ganz gewiss nicht. Die Farmer ringsum führen ein hartes Leben, geprägt von Trockenheit und Winden, sind Tag und Nacht im Einsatz. Und auch die Stadtbewohner tragen ihre Päckchen. „Kent Haruf – Abendrot“ weiterlesen

Takis Würger – Stella

Kein Buch bewirbt der Hanser Verlag in diesem Frühjahr so sehr wie dieses: „Stella“. Geschrieben von Takis Würger, einem Journalisten, der 2017 mit seinem Debütroman „Der Club“ große Erfolge feierte. Sein nächster Roman ist bei vielen Lesern heiß ersehnt, doch trotzdem oder auch deshalb ist es sicherlich nicht einfach, einem Überraschungerfolg dieser Größenordnung einen weiteren Roman folgen zu lassen und dann gleich bei einem renommierten Literaturverlag wie Hanser. „Takis Würger – Stella“ weiterlesen

Dörte Hansen – Mittagsstunde

 

 

 

 

 

 

 

 

„De Welt geiht ünner.“ Diese Botschaft trägt Marret Feddersen, genannt Marret Ünnergang, durch das Dorf. Brinkebüll ist ein typisches nordfriesisches Dorf, wo seit Generationen alles seinen gewohnten Lauf nimmt und jeder jeden kennt. Doch mit der Flurbereinigung in den sechziger Jahren beginnen die Veränderungen. Die alten Kastanien werden gefällt, die Dorfstraße asphaltiert und verbreitert, Pferde durch Maschinen ersetzt. Und irgendwann kommen die Störche nicht mehr und der Fortschritt überrollt die Menschen.
Ingwer Feddersen ist in Brinkebüll groß geworden, hat studiert und ist dann nach Kiel gezogen. Nun kommt er zurück, um sich um seine Großeltern zu kümmern. „Dörte Hansen – Mittagsstunde“ weiterlesen

Annerose Beurichs Lesetipp für graue Winternachmittage

Ganz winterlich kommt Annerose Beurich von stories! Hamburg im neuen Quickie zu „Deutschland im Winter“ daher. Sie rät: Setzt eure Mützen auf und kuschelt euch mit diesem Buch unter die Sofadecke. Da gibt es jede Menge Ideen für aktivere Wintertage! Ein Reisehandbuch aus dem kleinen Reisedepeschenverlag, das uns Lieblingsplätze zeigt, aber ganz ohne großes Fernweh. Das könnte schon mal ein guter Geschenktipp sein (auf jeden Fall für Freunde mit Flugangst).

„Deutschland im Winter. Geheimtipps von Freunden“ könnt ihr direkt beim Verlag bestellen, geliefert wird innerhalb Deutschlands kostenlos.

John Banville – Alchimie einer Mordnacht

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Roman war für mich eines der Must-Reads dieses Herbstes. Zum einen, weil ich historische Krimis sehr mag. Die Mischung aus historischen Begebenheiten und kriminalistischer Spannung ist unschlagbar, wenn gut gemacht. Dazu spielt der Roman in Prag, einer Stadt, die ich wirklich liebe und die geschichtsträchtige Schauplätze für eine ganze Reihe historischer Romane zur Verfügung hätte. Und zum anderen, weil der Autor nun einmal John Banville heißt. Meinetwegen auch „alias Benjamin Black“. John Banville gehört zu den Hochkarätern der irischen Literatur und wenn John Banville einen historischen Krimi veröffentlicht, dann lese ich ihn. Punkt. „John Banville – Alchimie einer Mordnacht“ weiterlesen

Jetzt aber schnell! Last Minute Buch-Geschenk-Tipps!

Ihr braucht noch DAS Buch, über das sich eure Mama, eure Freundin, euer Schwiegerpapa oder die Nachbarin wirklich freuen? Wir haben die ultimativen Profi-Tipps für euch. Denn:  Hauke Harder, bekannt als Buchhändler und vom Literaturblog Leseschatz, und Annerose Beurich von stories! Hamburg haben uns ihre ultimativen Highlights verraten!

„Jetzt aber schnell! Last Minute Buch-Geschenk-Tipps!“ weiterlesen

Sofia trägt immer schwarz – Paolo Cognetti

 

 

 

 

 

 

 

 

Paolo Cognettis Roman „Acht Berge“ über eine Männerfreundschaft war im letzten Jahr gefühlt eines der meisterwähnten Bücher in den digitalen Medien. Nun bringt der Penguin Verlag seinen 2012 erschienenen, laut Klappentext „vielfach ausgezeichneten“, Debütroman heraus, erstmals auf Deutsch. Warum erst jetzt, fragt man sich, wenn der Roman doch schon vor sechs Jahren eine so gute Aufnahme erfahren hat? „Sofia trägt immer schwarz – Paolo Cognetti“ weiterlesen

Schnee in Amsterdam – Bernard MacLaverty

Stella und Gerry verbringen ein verlängertes Wochenende in Amsterdam. Sie sind ein eingespieltes Paar, beide schon im Ruhestand, der Sohn aus dem Haus. Die Reise ist ein Weihnachtsgeschenk Stellas an ihren Mann, der nicht ahnt, dass sie damit noch anderes bezwecken könnte, als nur ein paar schöne Tage mit Besichtigungen. „Schnee in Amsterdam – Bernard MacLaverty“ weiterlesen