Terry the Tramp

Vom Stuntman zum Vagos-Präsidenten: Das gefährliche Leben eines 1%ers

von

Das Leben eines Einprozenters wird jenseits der normalen Gesellschaft gelebt und an deren Rande überlebt. Für die Einen ist eine träumerische, wilde Existenz. Andere verbinden damit Umbruch, Verrat, gefährliche Situationen und Spitzel. Aber die Reflektion von Neonlicht auf rasendem Chrom morgens um 3:00 Uhr, wenn man gerade einen wütenden Bullen und einen angepissten Ehemann losgeworden ist, hat von Natur aus etwas Romantisches an sich.
Terry „the Tramp“ Orendorff wurde 1947 in eine zerrüttete, mittelständische Familie mit einem abwesenden Vater geboren. Er wuchs mit Lust auf Gewalt in Alhambra heran, einer überaus harten landwirtschaftlichen Gegend im Süden Kaliforniens. In dieser knallharten Umgebung entwickelte er die Fähigkeit, einen Mann zu durchschauen, auch wenn dieser doppelt so groß war wie er. Er konnte dessen Schwächen erkennen, und den wunden Punkt finden.
Terry wurde zum International President des Vagos MC, einem der berüchtigtsten Einprozenter-Motorradclubs im Süden Kaliforniens. Er blieb während Zeiten des Umbruchs, während Gerichtsverfahren, Drogenkonsum und Kriegen zwischen den Clubs im Amt. Nachdem er dem Club ein Leben lang gedient hatte, wurde er rücksichtslos vertrieben.
Zu seinen Zeiten als International President verhalf Terry dem Club dazu, nach Wyoming, Hawaii, Oregon, Nevada und Japan zu expandieren. Er führte seine Brüder an, durch die Marihuana-Zeit der Hippies, durch die sinnlose Gewalt in den 70ern, die durch den Gebrauch von Barbituraten (Reds) ausgelöst wurde, und später durch die Ära der Gangster mit Kokain und Speed. Er verhandelte auf dem rutschigen Parkett der Clubkriege und der miesen internen Konflikte.
‚Terry The Tramp – Vom Stuntman zum Vagos-Präsidenten: Das gefährliche Leben eines 1%ers‘ führt den Leser durch ein Leben in der Höhle des Löwen.