Der Autor Alfred Wilhelm Ehlers versichert, das Buch mit dem Anspruch absoluter Wahrhaftigkeit geschrieben zu haben.
Die Zuversicht, dass der Krieg vorbei sein würde, wenn das wehrdienstfähige Alter erreicht wäre, erfüllte sich für ihn nicht. So führte ihn der Weg über Jungvolk und Hitlerjugend im Alter von 17 Jahren zur Waffen-SS. Seine angeborene Sensibilität für das Gute und Schöne stürzten ihn schon bei den ersten Erlebnissen beim „Warschauer Aufstand“ in tiefe Zweifel und führten zu der Frage: Ist der Mensch eine Fehlentwicklung? In depressiver Gelassenheit im psychischen Grenzbereich und schon mit dem Tod handelseinig, erlebte er im Nahkampf an der ungarischen Front die Begegnung mit einem Gespenst. Diese Vision im Augenblick einer schweren Verwundung, mutierte zum Licht in seinem weiteren Lebenslauf und zu der Zuversicht, dass das Schicksal wohl noch mehr mit ihm vorhatte.
Die autobiografischen Angaben am Anfang des Buches werden kaleidoskopartig von Einfügungen aus anderen Literaturgattungen belebt. Zum Beispiel aus der religiös-philosophischen Lehre des Buddhismus, und eine vom Autor entwickelte ganz neue Sicht auf das Wesen des Todes, sodass Spannung entsteht und sich unbemerkt ein romanartiger Lesefluss einstellt. Ferner bieten die zwischen Textabschnitten eingefügten Zitate aus dem Pali-Kanon Samyutta Nikaya und aus dem Inferno von Dante Alighieri, die sich in Analogie zu diesen befinden, kurze Haltepunkte und fordern zum Nachdenken auf – der Geist darf wandern.
- Veröffentlicht am Donnerstag 21. Mai 2015 von Books on Demand
- ISBN: 9783738670448
- 296 Seiten
- Genre: Autobiographien, Biographien, Geschichte, Sachbücher
