STINO

Von West nach Ost durch Berlin 1990

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Im Frühjahr 1990 macht sich der 25-jährige Abiturient Stino auf den Weg nach Berlin, um Philosophie und Informatik zu studieren. Die Stadt feiert euphorisch den Fall der Mauer, während er erfolglos nach einer Unterkunft sucht. Aus Wohnungsnot macht er in Berlin-Friedrichshain ein leer stehendes Haus zu seinem neuen Zuhause. Mit der Liebigstraße 34 wird Stino zu einem von mehr als 1000 Hausbesetzern, einer neuen autonomen Bewegung in der noch bestehenden DDR.

Es folgen Konflikte mit Anwohnern, Behörden, Polizei, Faschos und unvermeidbar auch innerhalb der Häuser. Lehrreich wie sie sind, tragen sie zu neuen Strukturen im Kiez bei, bis wenige Wochen nach dem Tag der Deutschen Einheit diese Entwicklung endet. Bundesweit wird eine Polizeiarmee zusammengezogen, um die besetzten Häuser der benachbarten Mainzer Straße zu räumen.