Klaus

Leben vor dem Steinschlag

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Der musikalische Generationenroman über die Entwicklung eines Teenagers der 90er-Jahre zum Mittdreißiger der Gegenwart erzählt temporeich und geradlinig eine große Geschichte der kleinen Begebenheiten.
Ein ruhiges Städtchen im Idyll der Schweizer Berge mitten in den Neunzigerjahren. Das ist die Geschichte von Klaus: wie er die Musik und den Rausch entdeckt, seine erste Band gründet, sich unsterblich verliebt, aus der Stammkneipe in die weite Welt zieht, von dramatischen Veränderungen überfahren wird und irgendwie doch zum Glück zurückfindet. Episodisch und linear schlägt der Ich-Erzähler eine Schneise aus Zeitraffer und Slow Motion durch siebzehn Jahre praktizierte Chaostheorie, in denen viel ge- und erlebt wird, hochfliegende Träume stets kurz vor der Schnappatmung stehen. Vieles, was mit enthusiastischem Dilettantismus zusammengeschustert wurde, zerbricht, während manch anderes Bestand hat, auch wenn es erst entdeckt werden muss.
Begleitet wird Klaus auf seinem Weg von jeder Menge liebevoll gezeichneter Figuren wie dem skurrilen Kneipeninhaber Marcel, dem philosophierenden alten Viktor, der selbstsicheren Eigenbrötlerin Aiko oder seinem Jugendfreund Basters, der ihn und auch sich selbst immer wieder überfordert.
Siebzehn Jahre pralle Lebensgeschichte in siebzehn rasanten Kapiteln, illustriert von der Zürcher Künstlerin Paula Troxler, die ihre feinsinnigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen elegant mit für Klaus prägenden Songzitaten verbindet.