Tabu und Begierde

Vom Wahn des Geschlechterkrieges und der Praxis der Freiheit

von

Erschütternd und ermutigend, aufwühlend und anregend, vital und zärtlich
so liest sich Michele Herteux`s neuestes Buch „Tabu und Begierde“, eine im positiven Wortsinn schamlose Biographie mit hohem Suchtfaktor. Daher sei vorab gesagt: Das Buch wendet sich aufgrund der expliziten Beschreibungen ausschliesslich an Erwachsene.

Beschrieben wird episodenreich die traumatisierende, bedrohte Kindheit und faszinierende Jugendzeit der Protagonistin Michele. Einerseits erschütternd, andererseits voller Kraft und Hoffnung.

Aufgewachsen in einer Kleinstadt mit einer skurrilen, geschlechtsfanatischen Ideologie als Erziehungsgrundlage, befreit sich Michele auf ihre ganz besondere psychische und physische Art und findet dabei immer mehr ihren eigenen Lebensweg, die eigene Mitte.

Es ist ihr erstaunlicher und keineswegs selbstverständlicher Weg vom „Tabu zur Begierde“, wie der Titel treffend zu verstehen ist. Aus dem Zwang heraus und in die Freiheit, auch die sexuelle, hinein. Ein Weg, den, wie wir Leser im Buch tragisch erfahren, durchaus nicht jeder findet.

Das ist hier auf verblüffende, unterhaltsame und tiefgründige Art packend und detailliert geschildert.

Besonders fein sind die Nuancen. In der Sprache, der geschickten Konstruktion, aber auch in den Bildern und versteckten Zusammenhängen.

Eine wunderschöne, sehr spannende und tiefgreifende Geschichte. Dieses Buch ist packende Literatur.

Eine Geschichte, in die der Leser schnell eintaucht, die sehr fesselt und erotisch fasziniert.

Erschienen ist bisher der erste Teil in Auszügen, der die Zeit bis zum 16. Lebensjahr beschreibt. Bleibt zu hoffen, dass bald der nächste Lebensabschnitt als Buch zugänglich wird.
Vom Anfang bis zum Ende beeindruckend, schonungslos offen und restlos ehrlich!