Die Mansfelderin

Warum das Rheinland nicht protestantisch wurde. Fünf Lamentationen

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In FÜNF LAMENTATIONEN wird der Versuch unternommen, die komplexe Lebenswelt einer außergewöhnlichen Frau zu spiegeln. Im Fall der „Mansfelderin“ entsteht auf diese Weise ein Text auf historischer Basis, der seine Authentizität aus der Tiefenebene psychologisch sozialer und theologischer Gegebenheiten ihrer Zeit bezieht. Das LAMENTO kennzeichnet im 16. und 17. Jahrhundert die liturgische Klage der Karwoche. Dabei handelt es sich um mehrstimmige Kompositionen des „klagenden“ Basses: eine mit fallenden Halbtonschritten durchmessene Quarte. Literarisch knüpfen LAMENTATIONEN an die „Fünf Klagelieder“ des Alten Testamentes an. In der Sprache des Propheten Jeremias schreit das leidende Ich seine Not aus der Babylonischen Gefangenschaft heraus – und wird gerettet.