Zigeuner in Boppard

nach einer Erzählung von Adam Neid

von

Dieses Büchlein berichtet von einer Erzählung aus meinen,
an schönen Bildern reichen Kindheitstagen
in Boppard am Rhein in den 1960er Jahren.
Es erinnert auch durch diesen, im Verhältnis mikroskopischen
kleinen, Ausschnitt an das Leben meines Großvaters
Adam Neid, der diese Geschichte seinen Enkelinnen und
Enkeln erzählte. Sein ganzes Leben verbrachte er in Boppard –
fast, denn 1914 wurde er als junger Mann dazu verführt in die
apokalyptische Schlacht eines Krieges zu ziehen.
Wenige Jahre später verbrachte er seine Lehr- und Wanderjahre
als Stuckateur in Spanien – die Heilung. Und wieder folgten
kurz darauf ungewisse, harte Jahre, diesmal in der Heimat.
Im Rückblick erscheint die hier nun gedruckte Erzählung denkwürdig.
Zum einen, weil sie ungewöhnlich ist für die Zeit,
in der sie uns Enkeln erzählt wurde –
und sie sich leider bis heute ihre Aktualität bewahrte.
Behalten habe ich sie, da sie mir in vielen Varianten
erzählt wurde, sie an das Gute im Menschen erinnert und so schön einfach ist.
So blieb mir genügend Zeit, dass eigene Bilder
im Kopf wachsen konnten und geblieben sind.
In diesem Sinne ist dies, neben einem Buch über Boppard
auch ein Kinderbuch.