Hölzerne Gespräche

Die Lebenserinnerungen eines alten Baumes

von

Ein Student der Naturwissenschaft betreibt sein Studium auch an der Basis, in der Natur selbst.
Er entdeckt bei seinen Wanderungen einen schönen Ruheplatz unter einer alten Eiche und freut sich, da er sich allein glaubt, laut darüber. Umso erschrockener ist er, als seine Begeisterung, ebenso lauthals, kommentiert wird. Wie sich herausstellt,von dem großen Baum. Nach anfänglicher Zurückhaltung kommt man sich näher und der Baum erzählt, bei vielen Besuchen, seine dreihundertjährigen Lebensgeschichten, welche von der Dreispitzzeit, über die Postkutsche, eine Begegnung mit Napoleon und einem berühmten Dichter, das Jahr 1848, Kaiser Wilhelm II., einem Waldbrand, das erste Flugzeug, den Zeppelin und den großen Krieg bis in die Gegenwart führt. Dabei werden auch seine „Mieter“, die ständig wechselnden Bewohner des Baumes und des Waldes mit all ihren Problemen und Ereignissen humorvoll erwähnt und kommen z.T. auch selbst zu Wort. Der Baum entwickelt sich zum begeisterten Sänger, auch in Latein, wird zum Weihnachtsbaum und erhält schließlich,von der Stadt und deren Bürgern geehrt,sogar einen Namen. Beim Studienende nimmt man, ein wenig traurig, Abschied, versichert sich aber gegenseitig, an einem Wiedersehen sehr interessiert zu sein und trifft auch schon Vorbereitungen dazu.