Abahn Sabana David

von

Dies ist eine sehr sonderbar, fast liturgisch knapp erzählte Geschichte, die zugleich szenischen Charakter besitzt: Minutiös werden iede Bewegung, jede Geste, jeder Blick beschrieben.»Die Dunkelheit setzt ein. Und die Kälte. Sie sind auf dem trostweißen Weg, sie, eine Frau, er, ein junger Mann. Bleiben stehen, blicken zum Haus. Das Haus ist kahl, innen, außen. Im Innern ist noch nirgendwo Licht. Hinter den Scheiben schaut ein großer, hagerer Mann mit grauen Schläfen in die Richtung des Wegs. – Die Dunkelheit nimmt zu. Und die Kälte. Sie sind vor dem Haus stehengeblieben. Sie schauen um sich. Der Weg ist menschenleer, am Ende des Wegs ist der Himmel düster. Sie scheinen auf nichts zu warten. – Die Frau ist es, die zuerst auf die Haustür zugeht. Der junge Mann folgt ihr. Die Frau ist es, die zuerst ins Haus eintritt. Der junge Mann folgt ihr. Sie ist es, die die Tür wieder schließt. Im Hintergrund des Zimmers beobachtet der große, hagere Mann ihr Eintreten. Die Frau ist es, die spricht. »Sind wir hier bei Abahn?« Er antwortet nicht. »Sind wir hier richtig? – Ich bin Sabana«, sagt sie. »Er da ist David.« – Der Mann geht langsam auf sie zu. Er lächelt sie an.«Dies ist der Beginn einer Geschichte im Hause Abahns, »den man den Juden nennt«. Das Haus liegt in der Nähe eines Ortes namens Staadt. Ein allegorischer Ort, von dem Verfolgung ausgeht. In Staadt herrscht Gringo, Gringos Partei. Gringo hat Sabana und David geschickt. Was wird sich ereignen, ein Mord?