Als über Hellerau der Sowjetstern strahlte

von

Als über Hellerau der Sowjetstern strahlte …… glich das Leben in der Gartenstadt scheinbar dem Leben in einer ganz normalen sozialistischen Vorstadtgemeinde und war dennoch etwas ganz Besonderes. Für den Autor war es zunächst die Kindergarten- und Schulzeit.Am Nachmittag traf er sich mit seinen Freunden zum Fußballspielen auf dem Heller. Dort manövrierten Soldaten der Roten Armee, die damals im Festspielhaus untergebracht waren und nach dem Krieg an dessen Giebel den roten Stern angebracht hatten, ihre Panzer über die Sanddünen. Im Sommer fuhr der Autor mit seinem Fahrrad zu „Eismenzel“, während er im Herbst den Leiterwagen seines Großvaters durch die Straßen der Gartenstadt zog und für den chilenischen Kommunisten Luis Corvalán Flaschen, Gläser und Altpapier sowie für die in der Dresdner Heide lebenden Rehe Kastanien und Eicheln sammelte …
Thomas Nitschke, Jahrgang 1967, wuchs in der Gartenstadt Hellerau, einem heutigen Stadtteil von Dresden, auf.In 19 Geschichten erinnert er sich an die Zeit, als über Hellerau der Sowjetstern strahlte.