Auf Umwegen zu Barlach

Essay

von

„Ich führte mit Friedrich Schult Gespräche über Ernst Barlach und dachte, den kennt doch jedes Kind!“, war der Autor Günter Lehmann überzeugt. Dies allerdings stimmt nur bedingt, denn: über ihn gehört haben viele – doch Werke von ihm kennen sie nicht. Dabei ist es mehr als bereichernd, sich mit dem vielseitigen und großen deutschen Bildhauer, Zeichner und Dichter und seinem Schaffen zu beschäftigen.

Lehmann beschreibt, wie er nach der Zwangsumsiedlung nach Güstrow erst über Barlach hörte und später in Neustrelitz große Neugier auf dessen Werke entwickelte. Dann lernte der Autor den neunzehn Jahre jüngeren Freund Barlachs, Friedrich Schult – seinerzeit Güstrower Zeichenlehrer –, kennen und es kam zu regelmäßigen Begegnungen in seinem Atelier. Zahlreiche Gespräche über die Werke des Künstlers ergaben sich in der Stille der Räume. Daraus entwickelten sich Lehmanns ungewöhnliche Interpretationen zu einigen von Ernst Barlachs Skulpturen.