Böse Geschichten

Erzählungen

von ,

Jacqueline Gillespie und Clementine Skorpil haben Kurzgeschichten geschrieben: über Menschen, die meinen, das Leben habe ihnen übel mitgespielt oder sie schlicht übersehen, Menschen, die meinen, sie müssten dieses Unrecht nun selbst zurechtrücken – auf die eine oder andere Weise, manchmal traurig, manchmal skurril, oft beides. Solche Menschen gibt es heute, solche Menschen gab es früher, und ihre Schicksale sind tragisch – böse Geschichten eben.

Ein Mann sitzt beim Frühstück, als es kracht, laut kracht! In der Wand seines Wohnzimmers klafft ein Loch, Ziegel und Staub wirbeln durch die Luft. In der Wohnung nebenan gab es eine Explosion, die Nachbarin ist tot. Was ist geschehen? Ein anderer wähnt sich umzingelt von Esoterikern, die ihn mit homöopathischen Kügelchen und japanischer Handauflegekunst zur Verzweiflung – oder gar in den Tod treiben. Ein dritter hat Eheprobleme und eine Frau mit seltsamen Vorstellungen, wie diese zu lösen wären. Und dann gibt es noch die Beamtin im Wiener Rathaus, deren Leben ruhig und gemächlich dahinläuft, bis – durch eine unbedachte Äußerung – eine junge Kollegin Platz, Zeit und Arbeit beansprucht, wobei vor allem Letzteres schwierig ist, denn die Arbeit reicht kaum für eine Person.

Die in diesem Band enthaltene Geschichte „Ehegrau und Pallawatsch“ hat es in die letzte Runde des Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs gebracht.