Boitzenburg

ein Wirtschaftsbetrieb mit sozialem Netz und kultureller Tradition

von

Der Bericht über Boitzenburg kann als Beispiel für die Gründung der Großgrundbesitze östlich der Elbe gelten. Dabei ist von besonderem Interesse die Entwicklung der Wirtschaft, sowohl der Landwirtschaft als auch der Forstwirtschaft vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.

Hiermit eng verbunden sind die sozialen Verhältnisse vor und nach der sogenannten Bauernbefreiung am Beginn des 19. Jahrhunderts durch die Stein-Hardenbergschen Reformen. Die Sozialgesetze von Bismarck in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begleiteten die Industrialisierung und wirkten ebenso in den ländlichen Provinzen des Reiches.

Für die größeren Besitze wie Boitzenburg war die kulturelle Tradition von großer Bedeutung bis in die Moderne. Zumeist hatte sie einen engen Bezug zur jeweiligen Besitzergeneration, wie aus diversen Kunstsammlungen sowie Bauten wie Kapellen und Tempeln ersichtlich ist.

Das umfangreiche Archivmaterial aus Boitzenburg seit dem 16. Jahrhundert befindet sich heute als Deposit der Familie im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam. Es bildete dem Autor den Grundstock für diesen umfassenden und reich bebilderten Bericht über Boitzenburg.