Borgia Borgia

Eine himmlische Tragikomödie. Frei nach Oskar Panizzas ""Das Liebeskonzil""

von

Gott ist erzürnt. Der frisch gewählte Papst Alexander VI. – seines Namens Rodrigio Borgia – interpretiert nicht nur Gottes ewige Gesetze auf seine Weise, er beschließt auch, sich in seinem ausschweifenden Lebensstil nicht all zu viel von Gott hinein reden zu lassen. Gott hat endgültig genug von den Sünden der Menschen. Er will ein Exempel statuieren. Wild entschlossen, wieder der alttestamentarisch strafende Gott zu werden, lädt er den Teufel zu einem geheimen Konzil ein. Und dieser heckt im Namen des Herrn einen wahrhaft teuflischen Plan aus.
Dass die Menschen aber in ihrem blinden Glauben auch noch mitmischen, damit haben die beiden nicht gerechnet. Ihr Plan gerät außer Kontrolle. – Sehr frei nach dem Klassiker „Das Liebeskonzil“ von Oskar Panizza erzählt Lukas Jan Reinhard dessen Gesichte neu. Auch wenn die satirische Darstellung eines strafendes Gottes die religiösen Gefühle mancher Menschen verletzen kann, so führt Lukas Jan Reinhard doch lediglich eine bestimmte Form des Glaubens – die nicht jeder Christ teilt – mit den Mitteln der Satire ad absurdum.