Bulgarische Videokunst

Dokumentarische Strategien und gesellschaftskritische Aspekte

von

Dieses Buch ist der Bulgarischen Videokunst mit dokumentarischer Ästhetik (1990–2010) gewidmet, die in der Kunstgeschichte bislang kaum Aufmerksamkeit gefunden hat. Sich Bausteine der Kunst-, Film- und Geschichtswissenschaft bedienend, entwickelt Ana Karaminova ein universell einsetzbares Modell zur Videoanalyse, das die Wahrnehmung der Bilder als ästhetische Objekte, aber auch als Energie- und Denkräume, als zeithistorische und emotionale Quellen ermöglicht. Exemplarische Werkanalysen, Auszüge aus Zeitzeugeninterviews sowie die Kontextualisierung der behandelten Werke im internationalen Kunstgeschehen machen das Verhältnis zwischen Sozialpolitik und Kunst sichtbar. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass in der Postmoderne der Gebrauch nationaler Kategorien umstritten und missverständlich ist.