Darpvortellejen

Aus dem Nachlass ausgewählt und bearbeitet von Lutz Wille und Lothar Jeske. Mit Federzeichnungen von Walter Gemm und Lothar Jeske

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Hermann Vocke – manch einer wird sich schmunzelnd an sein kleines Mundartbuch mit dem Titel „Plattdütsches zwischen Harz und Huy“ erinnern, welches er 1937 im Selbstverlag herausgab.
Der Mundartautor aus Harsleben, einem zu seiner Zeit wohlhabenden Bauerndorf, drei Kilometer südöstlich von Halberstadt gelegen, gehörte in der ersten Hälfe dieses Jahrhunderts zu den bekanntesten Vertretern des Niederdeutschen in der Harzregion. Im Mittelpunkt seiner plattdeutschen Gedichte und Geschichten, der Vortellejen, stehen die Menschen seiner Umgebung mit all ihren Freuden und Leiden, ihrer ernsten, oft schwerfälligen Art, vor allem aber mit ihrem Humor und mit ihren schalkhaften Streichen. Aber auch die Landschaft der Halberstädter-Blankenburger Mulde mit ihren eingelagerten, teils bewaldeten Höhenzügen und die steil aufragenden Berge des Harzes mit dem Brocken finden in seinen Texten ihren Niederschlag.