Das Hexen Nandl

von

Hermann Polo Schmidt Das Hexen-Nandl
In einer stürmischen Nacht wird im kleinen Weiler
Treven, am Rande der Stadt Grafenwald das Mädchen
Anna Maria Moser geboren. Die Eltern nennen es verliebt
das „Nandl“.
Es wächst behütet auf, lernt ihre Umgebung kennen,
streift durch Wiesen und Wälder, sammelt Beeren und
Kräuter. Ihr Vater wird misstrauisch. Er fürchtet, dass
sie wie ihre Mutter eine Heilerin und Kräuterfrau werden
könnte, eine Kräuterhexe. Tatsächlich trägt das
Kind diese Eigenschaft in sich. Bald gerät auch sie durch
üble Nachreden in den Verdacht, mit bösen Gestalten
in Verbindung zu stehen.
In einem Prozess wird dies widerlegt und die junge
Frau wird rehabilitiert. Mit den Worten, die der Richter
am Ende der Anklage zu den Bürgern sagt:
„Am liebsten würde ich euch alle an den Pranger stellen“,
war schließlich die Angelegenheit beendet.
Die junge Frau aber hat daraufhin ihre Heimat verlassen
und lernt in einem nahegelegenen Ort den Beruf
einer Hauswirtschafterin, der ihr zunächst viel Freude
bereitet.
Durch einen Schicksalsschlag wird sie gezwungen,
nach Hause zurückzukehren. Sie wird dort eine anerkannte
und geschätzte Heilerin.