Das letzte Blatt

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Im November streunte ein kalter, unsichtbarer Fremder, den die Ärzte Pneumonie nannten, in der Kolonie umher und berührte mal den einen hier, mal den anderen dort mit seinen eisigen Fingern.

Sue ist verzweifelt: Als ihre beste Freundin, die junge, mittellose Künstlerin Johnsy, eines Tages an Lungenentzündung erkrankt, kann sie nur noch durch ein Wunder gerettet werden – oder aber durch die selbstlose Intervention des grantigen, gescheiterten Malers Mister Behrman aus dem Erdgeschoss. Denn auch die edelste Kunst liegt im Auge des Betrachters und es ist nämlich höchste Zeit, dass der grimmige kleine Greis sein seit Jahrzehnten angekündigtes Meisterwerk endlich in Angriff nimmt.

Eine klassische Erzählung aus der Bohème-Welt des alten New York, in einer neuen Übersetzung und mit Illustrationen von PoinT.