Das Maß der Liebe in Zeiten der Revolution

von

Fridolin Blumschein, einer der wenigen Menschen, bei denen Name und Erscheinung in vollkommener Weise mit ihrem Wesen übereinstimmen, widerfährt es, Clara Franke, einer sozialistischen Aktivistin, in Liebe zu verfallen.
Sie zu gewinnen, bedient der Schöngeist sich einiger ausgewählter Bilder des französischen Malers Jacques-Louis David, deren Gehalt er so klittert, dass sie ihrer revolutionären Gestimmtheit schmeicheln. Die Brücke trägt, macht Clara aber zu einer fanatischen Jüngerin des Künstlers und zu einer tödlichen Gefahr für Fridolin.
In abgöttischer Liebe, hilflos gegen Claras revolutionäre Zumutungen, verspricht er ihr, für sie einen terroristischen Anschlag auszuführen. Als es soweit ist, lässt er ihn dramatisch scheitern und es kommt zur Katastrophe.
Jahre später besucht der Staatsschutz Fridolin. Bei der Fahndung nach Clara war man auf ihre gemeinsame Vergangenheit gestoßen. Er verweigert die Zusammenarbeit und stürzt sich Hals über Kopf in die Suche nach Clara. Die entwickelt sich zu einem Leib und Seele gleichermaßen herausfordernden Abenteuer.
Mit jedem Schritt, den er Clara näherkommt, wachsen die Hindernisse, die ihm in den Weg gelegt werden. Geschlagen, gedemütigt und dem Tod nur knapp entkommen, findet er sie endlich in Paris.
Sie waren älter geworden, den Kern ihres Wesens hatten die Jahre kaum geändert. Fridolins Naivität war ihm über die Jahre treu geblieben und Clara hatte sich die unabdingbare Leidenschaft für eine gerechtere Welt bewahrt. Nur der Einsatz für ihre Liebe war gewachsen.
Zum Buch
Der Roman illustriert auf anschauliche Weise Peter Rudls Aphorismus, „Naivität ist in ihrem besten Sinne nicht nur ein Privileg der Jugend, sondern in ihrem fatalen Sinne auch Brutstätte der Liebe, des Glaubens und der letztendlich nur denkbar übelsten Sorten von Subordination.“