In einer stark von neuen Medien dominierten Gesellschaft stellt sich die Frage, welche Rolle dem (handschriftlichen) Schreiben und kreativen Gestalten überhaupt noch zukommen kann.
Schreiben ist eine Kulturtechnik, die für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unabdingbar ist. Schreibend ist eine Auseinandesetzung mit sich selbst und der Welt möglich und diese hat eine große Bedeutung für die eigene biografische Selbstverortung und Identitätsentwicklung.
Was braucht es, damit Kinder und Jugendliche sich darauf einlassen können zu schreiben und die Freude daran entdecken ihre Gefühle, Erfahrungen und Lebensthemen in einen Ausdruck zu bringen? Diesen förderlichen Rahmenbedingungen und Haltungen widmet sich die Herausgeberin und Leiterin des Buchprojektes Ann Ida Mueller schon seit vielen Jahren, in denen sie Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche leitet.
Dieses Buch ist bereits das zweite, das an der Förderschule Ried entstanden ist und es nahmen Schüler aller Klassenstufen teil. Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler sich schreibend mit dem eigenen Leben befassen, ändert sich ihr Blick auf das Gelebte. Die Schreiberfahrung an sich, aber auch das Vorlesen in der Gruppe, wirkt sich stärkend auf das Selbstwertgefühl der Jungen und Mädchen aus. Sie erfahren Erfolgserlebnisse in Bereichen, in welchen die eigenen Kompetenzen vor allem im Handlungsfeld Schreiben bislang meist als demotivierend und enttäuschend erlebt wurden. Die Werkstatt-Texte wurden in diesem Buch zusammengeführt und gestaltet.
- Veröffentlicht am Dienstag 8. Juli 2014 von Fieberstern Verlag
- ISBN: 9783938224038
- 172 Seiten
- Genre: Anthologien, Belletristik
