Das unsichtbare Netz – Ein satirischer Roman über eine Grenze und deren Erbauer

von

„Ähnlichkeiten mit vergangenen und künftigen Ereingnissen sind beabsichtigt“ – auch wenn uns Rainer A. Fiegl in die Machenschaften einer fiktiven Diktatur entführt.
Er beleuchtet in diesem Roman die Brutalität des Eisernen Vorhangs. Durch unfassbare Methoden werden Regimekritiker an Ausreise und Flucht gehindert und Grenzanlagen mit modernsten elektronischen Mitteln gesichert- auch und gerade dann, wenn Selbstschussanlagen abgebaut werden und die Grenze scheinbar humaner wird.
Ein Flüchtling läuft auf den Grenzzaun zu. Zwei Grenzer schiessen, einer absichtlich daneben, der andere verletzt gezielt den „Vaterlandsverräter“, doch stolz ist er nicht darauf.
Dem Autor Rainer A. Fiegl ist wiederholt ein Roman der Spitzenklasse gelungen. Er beleuchtet die Brutalität der deutsch-deutschen Grenze und zeigt die Trägödie an diesem dunklen Abschnitt der Geschichte.
Auch die Phänomene des Zwangsapparates DDR werden beleuchtet, Aufmärsche, staatlich abgesegneter Menschenhandel, Funktionärsallüren gehörten zum Alltag.Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus spannender Unterhaltungslektüre und Politik.