Der falsche Fürst

von

Frankfurt, Mitte des 17. Jahrhunderts. Der zehnjährige Johannes muss miterleben, wie seine Eltern scheinbar grundlos durch die Hand des Hauptmanns August von Bremer ermordet werden. Johannes soll ebenfalls sterben. Doch der beauftragte Gehilfe des Hauptmannes, der Johannes in einem Fluss ertränken soll, hat Mitleid und lässt den Jungen entkommen. Nach tagelanger Flucht erreicht Johannes Dortelweil, wo ihn eine Bauernfamilie aufnimmt.

Jahre später eskaliert ein Streit mit einem Bauern aus der Nachbarschaft. Johannes erschlägt im Zorn die Witwe des verfeindeten Bauern. Wieder muss er fliehen.
Im nahe gelegenen Taunus schließt er sich, getrieben von Furcht, Hunger und Verzweiflung einer Räuberbande an. Hier erlernt er das unehrenhafte, aber sehr lukrative Handwerk des Taschendiebstahls und Betruges. Visionen vom großen Geschäft treiben ihn alsbald zurück in seine Heimatstadt, wo er mit wagemutigen Betrügereien ein reicher und in der feinen Gesellschaft geachteter Mann wird. Niemand ahnt, mit welch Geschick und Hinterlist Johannes den Frankfurter Geldadel narrt. Eines Tages erfährt er, dass August von Bremer als Stadtrat ernannt soll. Johannes sieht die Stunde der Rache gekommen. Er setzt nun alles daran, den Tod seiner Eltern zu rächen. Dieser letzte Betrug soll der größte sein, den er jemals eingefädelt hat. August von Bremer soll seines Lebens nicht mehr froh werden. Doch er hatte nicht damit gerechnet, welche unglaubliche Überraschung ihn in August von Bremers Haus erwartet.