Der Farbensammler

von

Castell, im Jahre 1453
Das Unglück klebt wie nachtschwarzes Pech an den Herrschern der fränkischen Grafschaft: Leonhard, Sohn des Grafen Wilhelm II zu Castell, stürzt vom Pferd und verletzt sich dabei tödlich. Wenige Wochen später scheidet seine Mutter an einer rätselhaften Krankheit dahin. Schließlich verschwindet auch noch ein Ritter des Grafen spurlos.
Während die einen flüstern, das Böse habe Einzug gehalten in Castell, sprechen die anderen von bloßen Unglücksfällen.
Niemand will der Wahrheit ins Auge sehen, bis der älteste Grafensohn zur Beisetzung zurück nach Hause kommt. An seiner Seite befindet sich der junge Benediktinermönch und Buchmaler Auberlin.
Schon bald beginnen die beiden, die merkwürdigen Todesfälle zu untersuchen. Wird es ihnen mit Hilfe von Auberlins besonderer Gabe, die er selbst ‚das Farbbewahren‘ nennt, gelingen, Licht ins Dunkel zu bringen?