Der Kölner Karneval

und das Himmelsboot der sumerischen Venusgöttin

von

Im Mittelpunkt des Buches steht der Nachweis, dass die Motive, die dem Kölner Karneval innewohnen, einerseits die Welt vor ihrer Erschaffung und Neuordnung beschreiben und zum anderen von sichtbaren Erscheinungen am Himmel, wie dem Verschwinden gewisser Gestirne und deren Wiederauftauchen, getragen werden.
Letzteres Verhalten der Gestirne und Planeten hat in der Erzählung von der Liebesgemeinschaft zwischen der sumerischen Göttin Inanna und ihrem Partner Dumuzi, durch den irdischen König verkörpert, eine Mythologisierung erfahren.
Das mythologische Geschehen wurde im Rahmen des Kultes zum sumerischen Neujahrsfest mimisch nachgestellt.
Der sumerischen Glaubensvorstellungen nach spiegelt sich dieses in Mythen eingebundene Liebesverhältnis, das in der realen Welt ein Wiederaufleben der Natur und hiermit verbundenes Wachstum garantiert, auch in den auf der Erde sichtbaren und sich wiederholenden Fruchtbarkeitszyklen wider.
Inhalt und Motive des Kölner Brauchtums geben den sumerischen Religionsvorstellungen auch heute noch Gestalt und bewahren auf diese Weise deren einstigen mythologischen Hintergrund.