deutscher lyrik verlag

Gedichte

von

Advent

Es weihnachtet draußen, doch nicht innen
Ich kann die Freude noch nicht finden
Wie zugeschüttet ist das Loch
Da war doch etwas, was war es noch?
 
Überall der Lichter Glanz
Päckchen, Schleifen, Liedertanz
Düfte, Glühwein, Eile, Hast
Der Konsum trägt seine Last
 
Lasst uns sehen, noch einmal treffen
Vor dem Fest zusammen essen
Um die Wünsche auszutauschen
Und vielleicht nach innen lauschen
 
Dort, wenn Weihnacht angekommen
Wie die Knospe weich umsponnen
Öffnet sich durch Schöpferkraft
Liebe, Wärme, tief entfacht
 
Plötzlich kommt es, das Gespür
Dafür leb ich, nur dafür
Dass die Freude tief im Herz
Klopft und sprüht bis hin zum Schmerz

Weiße Knospe öffnet sich
Es erscheint das Himmelslicht
Groß und warm und ohne Wort
Die Geburt – die Last ist fort