Die Akademikerin

von

Nichts macht ihr mehr Freude, als über Büchern zu sitzen, zu lesen, zu lernen, zu schreiben. Melina ist eine ehrgeizige junge Frau, die all ihre Energie in die wissenschaftliche Arbeit legt. Ihrer Mutter wäre es lieber, die Tochter mit einem Mann liiert zu sehen, doch für die Liebe hat die 30-jährige keine Zeit. Professor Peter Grün ermöglicht ihr, bei ihm zu promovieren. Sie nimmt das Angebot an und stürzt sich in die Forschung – hier findet sie stets Halt und seelische Nahrung. Doch ihr Dissertati-onsthema ‚Susanne K. Langers Konzept von Emotion und Form‘ erweist sich schwieriger als gedacht: Die Doktorarbeit droht zu scheitern, die Terminabgabe wird zum Fluch und aus dem akademischen Tiefpunkt eine Lebenskrise.
Ausgerechnet der viel ältere Johannes, dem Melina sich an gesellschaftlicher Stellung und geistiger Kapazität weit überlegen fühlt, gibt ihr neuen Lebensmut, Sicherheit und Geborgenheit. Melina findet unverhofft an seiner Seite ein neues Zuhause. Doch kann sie mit dem einfachen Lageristen wirklich glücklich werden? Wird das Leben weiterhin Schicksalsschläge für sie bereit halten?

Susanne Konrad erzählt die bewegende Geschichte einer Frau, die besessen ist von der wissenschaftli-chen Arbeit und dem Drang nach Selbstverwirklichung durch die Philosophie. Ähnlich einer kolorierten Skizze zeichnet die Autorin das Innenleben akademisch gebildeter Menschen, die in der Theoriearbeit unschlagbar sind, bei der alltäglichen Lebensbewältigung jedoch zu scheitern drohen. Aus der ‚Liebe zur Weisheit‘ wird die Kunst, mit Gefühlen umzugehen.