Die Akte Hoeneß

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Ein Fußballmelodram, Wirtschaftskrimi und Soap über Hoeness Zorn mit bislang unveröffentlichten Dokumenten.

Für viele Deutsche ist Uli Hoeneß eine charismatische Persönlichkeit, ein bewunderter Manager mit sozialem Gewissen, ein Fußballidol und Vorbild. Und das trotz seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung. Thilo Komma-Pöllath zeichnet nun ein gänzlich anderes Bild einer Person, die über 40 Jahre als bundesdeutsche Erfolgsbiografie galt.
Seine Erkenntnisse aus Interviews mit langjährigen Hoeness-Weggefährten, Familienmitgliedern, Freunden, Fußballinsidern und Intimkennern erschüttern zutiefst. Im Leben von Uli Hoeneß gibt es gravierende Brüche, seine Persönlichkeit ist ambivalent, voller Widersprüche und bislang unbekannter Schattenseiten. Das belegen exklusive, erstmals veröffentlichte Quellen, Befunde und Analysen auch zum Machtapparat des FC Bayern München.

Von allem ein bisschen mehr

Die Akte Hoeness offenbart, wie stark der Realitätsverlust bei Hoeneß fortgeschritten ist und wer er wirklich ist alles andere als ein Moralist und Gutmensch, wie er sich selbst gern sieht. Der rücksichtslose Machtmensch, der Narzisst, der Getriebene. Präziser als in diesem Buch wurde Hoeness multiple Persönlichkeit nirgends beschrieben. Deutlich wird ein symbiotisches Verhältnis zwischen Hoeneß und der CSU. Sein Bestreben, die Medien und die öffentliche Meinung zu seinem Gusto zu manipulieren, kennen alle Fußballredakteure aus leidvoller Erfahrung. Sichtbar wird, was Hoeness vor allem antreibt: Allmachtsphantasien und die Gier nach öffentlicher Anerkennung. Kein Zufall, dass beim FC Bayern unter den Spielern hinter vorgehaltener Hand der Witz kursiert Der Unterschied zwischen Gott und Uli Hoeneß? Gott weiß, dass er nicht Uli Hoeneß ist!