Die Akte Matthias K.

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Als ich in einem kleinen Bericht über Matthias K. las, der beschuldigt wurde, eine Bank überfallen und zwei Menschen erschossen zu haben, ohne vorher jemals mit dem Gesetz in Konflikt gekommen zu sein, machte ich es mir zur Aufgabe, den Hintergründe dieser Tat nachzugehen. Der kurze Artikel gab keine Einzelheiten preis, aber es interessierte mich. Vielleicht gerade deshalb. Ich musste wissen, wie, und vor allem warum, es dazu gekommen war. Nach einigen Wochen Korrespondenz und Besuchen in der Haftanstalt war Matthias K. bereit, mir alles zu erzählen. Dies ist also die Geschichte eines Lebens, das in gewisser Weise nicht selbstbestimmt war, in dem man ganz einfach den Eindruck bekam, es musste so weit kommen, irgendwann. Die Weichen waren gestellt und es gab keinen Ausweg, auch wenn das die beteiligten Personen noch nicht wussten.