Die Dramatisierung eines Romans

Eine vergleichende Untersuchung zu Gerhard Zwerenz: „Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond“ und Rainer Werner Fassbinder: „Der Müll, die Stadt und der Tod“ Band 2: Materialien

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Als das Schauspielhaus Frankfurt Fassbinders Drama Der Müll, die Stadt und der Tod 1985 uraufführen wollte, ereignete sich der größte Theaterskandal der BRD: Die Bühne wurde besetzt, die Uraufführung fand nicht statt. Wiederholt wurde behauptet, Fassbinders Drama wäre antisemitisch. Tatsächlich beschreibt es die Funktionsweise von Antisemitismus. Darin unterscheidet es sich fundamental von Gerhard Zwerenz’ vorgängigem Roman Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond, in dem antisemitische Klischees reichlich ausgebreitet werden. Der Autor klärt den Bezug der beiden Werke zueinander, skizziert und interpretiert ihre Inhalte.