Die krausen Geschichten zu meiner Mannwerdung

von

Jetzt, fast am Ende meiner Lebensbahn habe ich festgestellt, dass eine ganze Reihe von Begegnungen, Ereignissen, aber auch Zufälle, Personen oder Gegenstände erheblich an mir, als männlicher Mensch Einfluss genommen und mich haben so werden lassen, wie ich mich heute vor- und darstelle, ein wenig naiv, ein wenig ein Lügner, ein wenig ein Träumer und ein wenig ein Spinner. Nun kann man aber doch davon ausgehen, dass alle Männer auf dem Weg vom Kind zum Mann, mehr oder weniger, Unterschiedliches erleben, aber dann, hast‘de nicht gesehen, erwachsen und alt geworden sind und sich heute, aber nur noch eventuell und nach heftigem Nachdenken, gerade noch an ihren letzten Pickel oder ihre erste Geliebte erinnern können. Nicht so bei mir. Ich habe, seltsamer Weise, immer über die Maßen Skurriles, Kurioses, Komisches oder Merkwürdiges erleben und aushalten müssen. Gleich einer Tätowierung sind mir viele dieser persönlichkeitsbildenden Situationen in Erinnerung geblieben und mich jetzt veranlasst, sie über den Weg des Schreibens noch einmal aufleben zu lassen, um mich besser verstehen und mögen zu lernen.
Und, es hat geklappt, ich finde mich ganz schön sympathisch.