Die Toten von Spoon River

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Auf dem Friedhof von Spoon River, einer Kleinstadt im amerikanischen Mittelwesten, liegen 244 Menschen begraben. Aus ihren Gräbern sprechen sie zu uns, in Gedichten, die von ihrem Leben erzählen, von entscheidenden Momenten und Erfahrungen, von der Summe ihres Lebens über alles Glück und Unglück und über ihren Tod hinaus. Versöhnlich und im Zorn, voll Sehnsucht und Bedauern, ohne Umstände und Rücksichten, im Reinen oder Unreinen mit sich und der Welt. Aus diesem Konzert der vielen Stimmen ergeben sich berührende Geschichten kleiner und großer Schicksale, eine Art Lokalchronik aus allerletzten Bekenntnissen, ein staunenswert lebendiges Bild menschlichen Lebens und Strebens.
Edgar Lee Masters hat sich mit diesem Buch verewigt. Längst gehört Die Toten von Spoon River, in viele Sprachen übersetzt und seit seinem Erscheinen lieferbar, zum Kanon der Weltliteratur. Er hat den Toten eine Sprache gegeben, nackt und direkt, in der sie uns jenseits aller Zeit- und Lebensumstände für immer etwas über unser Leben zu erzählen wissen.