Dierk Maass – Incident° of‘ Light“

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Es sind Bilder aus einer Welt, in der der Mensch nicht mehr oder noch nicht existiert. Die Aufnahmen, die Dierk Maass von Reisen in alle Welt mitgebracht hat, handeln von Leere, Einsamkeit und Ursprünglichkeit, von karger Reinheit und rauer Schönheit. Karstige Schneeflächen, kahle Felswände, vertrocknete Baum-Skelette, unendliche Weiten und kantige Höhen. Unentdeckte, schwer zugängliche Regionen, die ihre Reize nur dem offen legen, der es schafft, bis zu ihnen vorzudringen: die glühenden Hochebenen der Anden, die dramatischen Achttausender des Himalaya, Steppen und Wüsten in Nordafrika.Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Maass, der 1943 in Hildesheim geboren wurde, mit der Fotografie. Seine Kamera hält fest, was ihm auf seinen spektakulären Reisen begegnet ist: überwältigende Natur-Schauspiele, überirdische Farben, grandiose Formationen. Erlebnisse und Eindrücke, die nur in diesem engen und unmittelbaren Kontakt mit der Landschaft möglich sind.Dierk Maass lichtet keine Postkartenmotive ab. Er seziert die Landschaften, lässt sie durch Langzeitbelichtungen im gleißenden Licht verblassen. Seine Fotografie zeugt von der Begeisterung für Geometrie, Konturen, Linien und vor allem für die berauschende Kraft des Lichts als Erscheinung, Ereignis und Störfall zugleich.