dieses andere glück

von

„dieses andere glück“ mag für die Autorin im „verweilen zwischen den worten“ liegen. Für die Leser/innen liegt es im Mitdenken, Hineinhorchen, Hineinfühlen dürfen in Sprachverdichtungen, Haikus, Liebesgedichte und Prosatexte in der Spannung zwischen zart Angedachtem und nachdrücklich Feststellbarem. Juta Tanzer „legt worte auf den tisch“ um „messerscharf die erinnerung in kleine stücke zu schneiden“, „nimmt der zeit ihre bedeutsamkeit“, „bewertet erfahrung als folge der lust am denken“ und „beschließt, das alter um jene spanne zeit zu schieben, die sie noch zum lieben braucht“. Tina Tanzers Fotos sind nicht Illustration der Gedankenkapitel, sondern liebevolle Fährte in sie hinein.
Den Leser/innen wünscht man, es möge „zeit vom himmel schütten“, um dieses Buch richtig genießen zu können.
Dr. Bärbl Gläser, Journalistin und Bücherfreundin