Eine Jugend in Deutschland

von

Ernst Toller, deutscher Jude, Kriegsfreiwilliger des Ersten Weltkriegs, Revolutionär der Münchner Räterepublik und expressionistischer Schriftsteller, veröffentlichte mit diesem 1933 im Exilverlag Querido erschienenen Buch seine Lebensgeschichte. Seine Schilderung der Kriegszeit, der Revolutionswirren und seiner Festungshaft zeigt das Erstarken des Nationalsozialismus und die Wurzeln der Probleme, an denen die Weimarer Republik am Ende scheiterte.
‚Ernst Toller erzählt uns sein Leben. Mit einer Aufrichtigkeit, die selbst den Gegner ergreifen müsste, werden alle Phasen dieser so ernst, so leidenschaftlich gelebten Jugend dargestellt und episch beschworen: Kindheit und Studentenzeit; die innere Krise während des Krieges, in den Toller als Freiwilliger zog; die glühende, aktive Anteilnahme an der Deutschen Revolution von 1918 und allen ihren Kämpfen, die Münchener Rätezeit, zu deren Hauptfiguren er gehörte; Verfolgung, Verhaftung, Prozess und die langen Jahre der Festung. Der Bericht dieses tätigen Lebens ist spannend wie der bewegteste Roman.‘
Diese Ankündigung des Querido-Verlags zur Erstausgabe 1933 ist nach wie vor gültig. Erstmals werden in unserer Ausgabe durch einen ausführlichen, genauen Kommentar die historischen Hintergründe und die auftretenden Personen (auch in Anspielungen) erklärt und so dieser wichtige Text dem heutigen Leser erschlossen.