Etwa 450 handschriftliche Briefe von dem Liebespaar sind erhalten, alle in alter deutscher Schrift geschrieben. Auf ihnen basiert die vorliegende Liebesgeschichte. Der junge Student war von seinen Eltern schon früh zum katholischen Theologen bestimmt worden. Er verbrachte seine Schulzeit und einige Semester in einem Konvikt mit Oberschule und kirchlicher Hochschule. Das jüngere, praktische und patente Bürgersmädchen war evangelisch. Damals war das eine sehr schwierige Konstellation. Sie brachte auch schlimmste Verhältnisse für die beiden, obwohl der junge Mann von der Theologie zum Philologiestudium übergegangen war. Aber er war von seiner Kirche und der stockkatholischen Familie derart indoktriniert, dass die beiden auf Dauer zu keinem friedlichen Miteinander kommen konnten, obwohl sie sich sehr liebten. Immer musste der Mann seinen inneren Vorbehalten und den Einflüsterungen seiner Mutter nachgeben. Mehrmals schickte er das Mädchen „in die Wüste“. Doch die Liebe brach immer wieder durch, so dass der Liebhaber seiner Geliebten schließlich erklärte, es gäbe größere Dinge als sinnliche Liebe, höheres, edleres „Menschentum“. Das war eine sehr extreme Ansicht, aber sie führte den Freund schließlich zu der Weisheit: Liebe ist Leiden. Er litt derart an seiner unrealistischen Ansicht, dass er depressiv wurde. Die Angebetete war der Ansicht, dass sie ihn „heilen“ konnte. Das Buch (2. Auflage) bringt etwa 40 Seiten der Originalbriefe in alter Kursive in Abbildungen mit heutiger Umschrift, so dass der Leser die Möglichkeit hat, die Darstellung anhand von Quellenbeispielen zu überprüfen.
- Veröffentlicht am Montag 15. August 2016 von epubli
- ISBN: 9783741839030
- 164 Seiten
- Genre: Belletristik, Romanhafte Biografien
