Einfach mein Jakobsweg

Der gelbe Pfeil zeigt mir den Weg

von

Durch Zufall habe ich das Buch von Hape Kerkeling in die Hand bekommen. Ich habe es gelesen und einen ersten Eindruck vom Jakobsweg bekommen. Danach begann ich im Internet über den Jakobsweg zu recherchieren und ich bekam eine Vorstellung darüber, wie ich das Projekt „Jakobsweg“ am besten für mich organisieren kann. Ich traf am 24. Mai 2012 die letzten Vorbereitungen für meinen Jakobsweg. Der Flug war dann am 25. Mai und mein Abenteuer begann.

Mit dem Buch möchte ich meine Erfahrungen und Eindrücke vom Camino wiedergeben. Dabei versuche ich den Text und die Bilder miteinander zu verbinden. Ich habe versucht das aufzuschreiben, was kein Wanderführer über den Jakobsweg enthalten kann, nämlich persönliche Eindrücke.

Den Jakobsweg geht man alleine, so heißt es. Man trifft dort viele Menschen. Eine Flucht vor sich selbst ist auf dem Weg nicht möglich. „Schlussendlich bist Du im Leben ab einem gewissen Punkt auf Dich alleine gestellt und Du spürst die Einsamkeit“, sagte ein Pilger zu mir.

Ich lernte etwas von der Einsamkeit kennen und wurde manchmal von Gefühlen überrascht, die mir bis dahin völlig fremd waren. Auch heute noch bin ich auf dem Weg. Er ist steinig und anstrengend. Ich habe versucht mein Tagebuch, welches ich auf dem Jakobsweg geführt habe, möglichst in allen Details in das Buch miteinzubinden. Es enthält jetzt in der zweiten Auflage mehr an Assoziationen, an Denkfetzen, an Erfahrungen und vielleicht auch mehr an vermeintlich wirren und abstrusen Gedanken, die mir damals auf dem Camino so kamen und immer noch kommen, auch heute noch.

Es greift Themen auf, die mich auf dem Camino aber auch heute noch beschäftigen. Themen wie Familie, Schule, Beruf, Politik, Gesellschaft und Alter. So kam dann auch zwangsläufig der Titel „Jakobsweg ist jeden Tag“ zustande.