Einführung in die Einbandkunde

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Unter dem Titel „Einführung in die Einbandkunde“ hat der Verlag Hiersemann bereits 1932 eine zusammenfassende Darstellung in handlicher und leicht lesbarer Form von Heinrich Schreiber herausgebracht. Sie war bestimmt für die Praxis des Bibliothekars und für die Ausbildung des bibliothekarischen Nachwuchses. Diese Aufgabe hat das Buch glänzend erfüllt, doch ist es längst vergriffen und nicht wieder aufgelegt worden. Nun hat aber die Einbandforschung seit dem Erscheinen dieser ersten „Einführung“ viele neue Ergebnisse gezeitigt und als Wissenschaft im Rahmen der Buch- und Bibliotheksgeschichte eine wachsende Bedeutung gewonnen. Auch haben sich in der Praxis des Bibliothekars neue Aspekte auf diesem Gebiet ergeben, so daß eine neue „Einführung“, die allen diesen Veränderungen Rechnung trägt, auf ein besonderes Interesse der bibliothekarischen Welt rechnen kann. Sie hat ihren Platz nicht nur in den großen wissenschaftlichen Bibliotheken, sondern darf einen solchen auch in den kleineren Büchereien beanspruchen. Engagierte Büchersammler und fachkundige Antiquare werden sie in ihrer Handbibliothek nicht missen können. Darüber hinaus spricht sie alle an der Geschichte des Buches Interessierten an, nicht zuletzt die Buchbinder selber.Als Autor der zweibändigen Handwerks- und Kulturgeschichte „Das deutsche Buchbinderhandwerk“ (Hiersemann 1962-65) und des vergriffenen und für eine Neuauflage nicht vorgesehenen „Handbuchs der Einbandkunde“ (Maximilian-Gesellschaft 1953-55) und zahlreicher kleinerer Fachveröffentlichungen, war der Mannheimer Bibliothekar Hellmuth Helwig wie kaum ein anderer dafür prädestiniert, eine völlig neu bearbeitete „Einführung in die Einbandkunde“ zu verfassen. Diese neue Darstellung genügt allen modernen Ansprüchen. Sie will vorzugsweise der Praxis dienen, wobei aber die den Einzelabschnitten beigegebenen sehr umfangreichen Nachweise der wissenschaftlichen Fachliteratur auch eine Anleitung für weitergehende selbständige Untersuchungen geben sollen. Ein ausführliches Register ist beigefügt und erlaubt es dem Nachschlagenden, sehr schnell Antworten auf bestimmte Fragen zu finden.