Eloquence Hörbuch

von

An die Nachgeborenen heißt diese Aufnahme aus den Jahren 1966 und 1969 unter der musikalischen Leitung von Peter Fischer. Die Deutsche Grammophon Literatur hat die Aufführung der Mutter sowie die Brecht-Abende der Giehse, die sie selbst zusammenstellte, im Studio aufgezeichnet.
„Wenn Therese Giehse Brecht liest, so stellt das in zweierlei Hinsicht einen Glücksfall dar; zunächst ist da ihre persönliche Beziehung zu dem Dichter, die ihr beim Durchdringen und Gestalten der persönlichsten dichterischen Ausdrucksformen des Gedichts zugute kommt. Wichtiger noch erscheint dann die Tatsache, dass Therese Giehse die Sprache Brechts wie sonst wohl niemand zu sprechen vermag und sie deshalb authentisch gestalten kann. So scheint uns Therese Giehse mit Recht ein zu uns sprechender lebendiger Teil des Dichters Bertolt Brecht zu sein. Besonders eindringlich zeigt sich das stark persönliche Verhältnis von Therese Giehse zu Brecht und seiner Dichtung in der Auswahl der an diesem Abend gelesenen Gedichte. Nicht so sehr die pamphletartigen, programmatischen gleichsam vor großem Publikum abgegebenen Selbstdarstellungen seiner Weitsicht und seines Lebensgefühls stehen im Vordergrund, als jene Gedichte, die aus persönlichen Anlässen entstanden sind.“ Peter Stein