Endpunkt

und andere Gedichte

von

John Updike debütierte als Lyriker, seine erste Veröffentlichung war 1958 ein Band mit Gedichten, und Jahr für Jahr standen Updike-Gedichte im New Yorker. Am Ende seines Lebens wiederum Lyrik – «für Martha, die bat: Ein Buch noch.» Die Eröffnung von «Endpunkt» ist sehr persönlich. Ein Langgedicht, eine Folge von Refl exionen über seine Geburtstage, über Vergewisserung des eigenen Tuns («der
Sprache Schönheit abgewinnen», «Worte, bleibt noch»), bis am 6. November 2008 die erschreckende Wende folgt: «Der Tod fand das Tor, durch das er eintritt: meine Lunge», und am 28. Dezember: «Die Biopsie zeigt Metastasen» – Beobachtungen, Erinnerungen, Mitteilungen auf dem Sterbebett.
Danach versammelt der Band vom Augenblick angestoßene Themen: Golf, Filmstars, eine Mondfinsternis, amerikanische Städte und Landschaften, die Erinnerung an Freunde und Gefährten. Auch Grotesken wie «Der Tod eines Computers» und Beispiele des amerikanischen Genres light verse. In «Endpunkt» begegnen wir dem ganzen Updike, seinem genauen Blick, seiner eleganten, geschmeidigen Sprache.