„Etzel“: Forscher, Abenteurer und Agent

Die Lebensgeschichte des Mongoleiforschers Hermann Consten (1878-1957)

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Zentralasien, heiß umkämpfter Spielball im ‚Great Game‘ der imperialistischen Mächte, war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Tummelplatz von Forschungsreisenden, Abenteurern und Agenten jeglicher Couleur und Nationalität. Der Deutsche Hermann Consten (1878-1957) ist einer der großen Unbekannten unter den vielen geheim oder eher offen agierenden Protagonisten geblieben.
Sein Leben, seine persönliche Verwicklung in die politischen und militärischen Konflikte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vor allem seine undurchsichtige Rolle im Unabhängigkeitskampf der Mongolei 1911/12 wie auch in der geheimen deutsch-türkischen Afghanistan-Expedition 1914/15, werden hier erstmals in einer umfangreichen historisch-biografischen Darstellung untersucht.