Fahrwasser

von

Der Ort, an welchem man geboren wird, und das Erbgut, mit dem man aus- gestattet worden ist, bestimmen die Entwicklung des Menschen maßgeblich. Ob man weiblich oder männlich, groß oder klein, hübsch oder hässlich, gescheit oder dumm zur Welt kommt, entzieht sich dem Einfluss des neuen Erdenbürgers. Das bestimmen die Gene, die Träger der Erbinformation. Mit diesen Vorgaben treibt der Mensch vorerst einmal dahin. Erst später spielen Erziehung, Schulung, Verhalten, Weichenstellungen und das Quäntchen Glück jene gewichtige Rolle, ob man das Leben erfolgreich meistern und damit sogar noch Zufriedenheit erlangen wird.

Dies ist die Geschichte des Andreas Wieland, der mit seiner siebzehnjährigen Schwester an einer malerischen Flusslandschaft aufwächst. Auf ausdrücklichen Wunsch seiner Eltern begleitet Andreas seine Schwester auf eine Schlauchbootfahrt, zu der sie ihr neuer Freund eingeladen hat. Dieser Verehrer, Sohn des Patrons, in dessen Druckerei Vater und Sohn Wieland tätig sind, ist das pure Ebenbild seines Erzeugers: krankhaft ehrgeizig, kaltschnäuzig, respektlos. Selbst der hochgehende Fluss beeindruckt ihn nicht, und Andreas’ Bedenken pustet er förmlich weg. Nachdem ihn auch noch seine Schwester einen Angsthasen schimpft, lässt sich Andi widerwillig auf das Abenteuer ein. Ein Fehler, der ihn sein ganzes Leben begleiten wird. Später lernt Andreas die schöne Lara Lehner kennen. Nachdem sich Nachwuchs ankündigt, wird geheiratet. Bald zeichnet sich ab, dass Lara, die nebenberuflich als Model arbeitet, nicht nur Mutters Schönheit in die Wiege gelegt worden ist.