Fingerkraut und Feenhandschuh

Ein literarisches Gartentagebuch

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Von Trughirschen, Scheinlilien und dänischen Königinnen: ein literarisches Sinnenfest für Gartenliebhaber

Der Garten um Barbara Frischmuths Haus schmiegt sich so selbstverständlich an den Hang, daß seine üppigen Ansichten und liebenswürdigen Details nicht daran denken lassen, welch harte Arbeit es bedeutete, dem Garten das Gartensein schmackhaft zu machen. Fröste und Hitzeperioden, Käfer und Schnecken haben sie vor allem eines gelehrt: Geduld und Respekt vor der Natur. „Solange man glaubt, man würde einen Garten ,schaffen‘, ist man weder wirklich bei sich noch beim Garten. Es kann höchstens darum gehen, ihn in Erscheinung zu locken. Von einem bestimmten Zeitpunkt an ist die Stimme des Gartens, sein forderndes Gedeihen, gar nicht mehr zum Verstummen zu bringen. Nicht der Gärtner ist es, der der Natur einen Garten abgetrotzt hat, sondern der Garten hat sich einen Gärtner gefunden, der an seinem Zustandekommen leidenschaftlich interessiert ist.“ Zu den größten gärtnerischen Tugenden gehört denn auch, die Vorschläge, die der Garten selbst macht, genau anzusehen und den einen oder anderen anzunehmen. Mit Esprit, Leidenschaft und Selbstironie erzählt Barbara Frischmuth von den Erfahrungen, die sie mit ihrem Garten gemacht hat: von Glücksmomenten und Fehlschlägen, von Begehrlichkeiten und Entdeckungen; wie sie sich dabei ertappt, Suchtverhalten an den Tag zu legen, wenn es gilt, Sämereien und Setzlinge aufzuspüren, wie sie lernt, Schädlinge zu überlisten, und wie sie Gärtnerschrullen entwickelt. Nicht zuletzt teilt sie beiläufig Wissenswertes über Pflanzen mit und gibt Ratschläge, die jeder Gartenliebhaber schätzen wird. Das Buch ist reich bebildert mit Aufnahmen aus Barbara Frischmuths Garten in Altaussee im Salzkammergut.