Firdosi’s Königsbuch (Schahname) Sage XX-XXVI

Aus dem Nachlaß herausgegeben von E. A. Bayer

von

Das Heldenepos Schahname befasst sich mit der Geschichte des antiken Persien vor der islamischen Eroberung. Es beginnt mit der Erschaffung der Welt und beschreibt die Entwicklung der Zivilisation. Das Werk ist nicht exakt chronologisch aufgebaut, führt den Leser aber von der Vergangenheit in die Gegenwart. Einige der literarischen Figuren leben für mehrere hundert Jahre, die meisten erleben nur ein Menschenalter. Schahs und Helden kommen und gehen, das einzige was bleibt, ist Persien. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, von denen keiner dem anderen gleicht, beschreiben das Vergehen der Zeit. Das Schahme ist in 62 Sagen bestehend aus 990 Kapiteln mit nahezu 60.000 Versen gegliedert. Hauptfigur ist der mythische Held Rostam, Prinz von Zabulistan, der bei vielen Schlachten die Grenzen des antiken Iran gegen seine Feinde verteidigt. Das Schahnme ist nicht nur ein beeindruckendes Denkmal der persischen Dichtkunst sondern auch ein Stück Geschichtsschreibung, da Firdosi in seinem Werk wiedergibt, was er und seine Zeitgenossen als die Geschichte Irans betrachteten. Der dritte Band der Übersetzung des Schahname von Friedrich Rückert enthält die Sagen XX-XXVI. Der Herausgeber der Erstausgabe E. A. Bayer schreibt in seiner Einleitung: „So steht denn zu hoffen, daß die vorliegende Veröffentlichung von allen wirklich Gebildeten als eine schätzbare Gabe freudig begrüßt werden wird.“ Mit dem vorliegenden Nachdruck soll das seit langem vergriffene Werk dem interessierten Leser wieder zugänglich gemacht werden.