Frankfurter Buntbücher

Frankfurter Buntbücher 63

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Felix Hartlaub (1913–1945), Sohn des Kunsthistorikers und Museumsdirektors Gustav Friedrich Hartlaub, kam 1934 zum Studium der Geschichte, Romanistik und Kunstgeschichte nach Berlin. Die Reichshauptstadt wurde für ihn zum Schicksalsort, das Kriegsgeschehen und seine Erlebnisse als Wehrmachtssoldat ab 1939 zu einem Grundmotiv seines schmalen Œuvres. Seine Erlebnisse im besetzten Paris und als Mitarbeiter am Kriegstagebuch beim Oberkommando der Wehrmacht fanden Niederschlag in Prosaskizzen und Schilderungen von eindrücklicher Präsenz. In den letzten Kriegstagen wieder nach Berlin abkommandiert, verlieren sich seine Spuren Anfang Mai 1945. Bekannt wurde er durch seine Aufzeichnungen aus den Kriegsjahren, die postum veröffentlicht wurden und andeuten, dass aus ihm ein wichtiger Protagonist der Nachkriegsliteratur hätte werden können.

Jannis Wagner zeichnet die Berliner Stationen von Felix Hartlaub nach – auch, wie die Stadt auf den jungen, unvollendeten Literaten gewirkt hat.