Futuruins

The Future of Ruins and Ruins of the Future

Die Ethik und Ästhetik von Ruinen spielen in der Zivilisationsgeschichte eine wesentliche Rolle. Sie symbolisiert die Gegenwart der Vergangenheit und trägt zugleich das Potenzial künftiger Entwicklungen in sich. Tatsächlich ist eine Ruine niemals neutral: Zwischen Natur und Kultur gefangen, im Schwebezustand zwischen Katastrophe und Rekonstruktion ist sie im Fluss der Zeit versunken, während sie doch Ewigkeit suggeriert. Um die historische Komplexität des Konzepts zu veranschaulichen, bewegt sich die Publikation von Dimitri Ozerkov thematisch durch die Jahrhunderte, und legt den Fokus dabei auf die wesentlichen Punkte: Angefangen bei den ersten Zerstörungsmythologien, den Auswirkungen göttlichen Zorns (Deukalion und Pyrrha, der Turm zu Babel, Sodom und Gomorra, etc.), bis zum ‚ikonoklastischen Terrorismus‘ von Palmyra, beschäftigt sie sich jedoch auch mit dem alten Ägypten, der griechischen und römischen Antike, der ‚instauratio Romae‘, der ‚ruine du Louvre‘ sowie den kriegsbedingten Zerstörungen des 20. Jahrhunderts und den Ruinen der Twin Towers.