Gespräche mit dem Unbekannten

von

Der befreite Mensch
Unser großes Problem ist die Vorstellung, der äußere Mensch sei der ganze Mensch. Zwar führt ihn sein Intellekt, dieser Teil des äußeren Menschen, bislang zu beachtlichen Erfolgen, weshalb er der Versuchung unterlag, an die Machbarkeit all dessen zu glauben, was er zu vollbringen beabsichtigte. An die Allmacht der Vernunft, seines eigenen Willens, seines eigenen Könnens – an seine Selbstsicherheit.

Da der Intellekt aber unabhängig von der Funktion des Gehirns ist, waren sie Ergebnisse seines Denkens, seiner Denkmodelle, sein Weltbild zwangsläufig entsprechend: mechanisch – und damit beschränkt.

Die mentalen Denkmodelle legen sich wie Schichten um den inneren Menschen und behindern dessen Mitwirken, somit jede neue Erkenntnis. Jedes neue Verstandes-Wissen fügte eine weitere Schicht hinzu und konstruierte – gemeinsam mit den übrigen Eigenheiten des äußeren Menschen, seinem Stolz, seinen Gefühlen, seinen Wünschen – eine Schale des Egos.

Dabei stellt doch der innere Mensch den eigentlichen Menschen dar. Den weitaus größeren, wenn auch den unter der Oberfläche versteckte Teil. Dieser wahre Mensch der Welt dahinter weiß, er besitzt das direkte Wissen, er steht in Verbindung mit seinem Ursprung.

Das Ziel der Evolution ist, diesem inneren Menschen die Freiheit zurückzugeben, ihm zu erlauben, nicht nur in der Welt dahinter, sondern auch in unserer Welt der Materie direkt tätig zu werden. Mit Unterstützung des Mentals als Werkzeug – nicht jedoch als Führer.

Die Zukunft wird, nach grundlegenden
Umwandlungen globalen Ausmaßes,
ganz anders aussehen, als wir sie uns
heute vorstellen können.

Zuerst allerdings muss die in Jahrhunderten – mit äußerer, mentaler Energie und durch mühsames Erarbeiten von Wissen und Vorstellungen, von Verhaltenskodexen und Konzepten – aufgebaute Schale des Egos wieder abgebaut werden. Darum geht es vor allem in der heutigen Zeit.

Laut Claude, unserem Gesprächspartner, … befinden wir uns heute in der entscheidenden Übergangsphase und am Anfang eines neuen, großen Menschheitszyklus. Die Zukunft wird, nach grundlegenden Umwandlungen globalen Ausmaßes, ganz anders aussehen, als wir sie uns heute vorstellen können.

Eine Neue Energie arbeitet daran – aus dem Inneren des Menschen heraus – die Schale des Egos aufzubrechen. Dabei sind die Neuen Gesetze, nach denen sie arbeitet, nicht eigentlich neu. Sie bestehen seit eh und je. Wenn es auch erst in unserer Zeit für uns wichtig ist und zunehmend wichtiger wird, sie zu erkennen und zu beachten.

Die Neuen Gesetze können uns heute bereits helfen, die kritische Übergangsphase, in der wir uns befinden, bewusster zu erleben und zu bewältigen. Was bedeutet, dass wir weniger unter ihr leiden werden.

Die Neuen Gesetze sind nicht im Sinne von Vorschriften, also von weiteren Beschränkungen zu verstehen, sondern im Sinne von Gesetzmäßigkeiten und Darstellungen von Zusammenhängen…

Ist erst einmal das sich-trennen von Denkmodellen und Handlungsmechanismen individuell vor sich gegangen, kann das – nun weder von seinem Ego noch von der Gesellschaft zu stark beeinflusste – Individuum wieder frei atmen. Ohne seine alte, harte, mentale Schale kann es dann einfach, intuitiv, von seinem inneren Wissen und seinem inneren Wollen geleitet, von innen nach außen handeln, umso schöpferischer Teil einer Neuen Gesellschaft zu werden.