Hans Hauswirth

Ein Pfälzer wird Bürgermeister in Dautphetal im Hessischen Hinterland

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Die Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde Dautphetal war für den jungen Pfälzer eine Zäsur in seinem seitherigen Leben. Land und Leute waren ihm fremd. Die vordringlichste Aufgabe war es, die Menschen und ihre Lebensart, sowie die zu bewältigenden Probleme der neuen Großgemeinde kennen zu lernen. Fachleute hatten dem neuen Gebilde keine Lebenschancen eingeräumt, da mehr als 1000 Arbeitsplätze in 1974 verloren gegangen waren und die gemeindlichen Einnahmen dadurch abstürzten. Die von den Altgemeinden geplanten und begonnenen Großprojekte mussten fertig gestellt werden. Die gemeindliche Verschuldung stieg in der Folge stark an und die zu zahlenden Zins- und Tilgungsbeträge engten den finanziellen Handlungsspielraum zusätzlich stark ein.
Der neue Verwaltungschef setzte auf klare Handlungsstrukturen und ein Miteinander der politischen Entscheidungsträger. Er erkannte, dass diese Vorgehensweise für eine Problembewältigung zwingend erforderlich sei.
Eine Leitidee für seine Tätigkeit war:
„Suchet der Stadt bestes; denn wenn`s ihr wohl geht, dann geht`s euch auch wohl.“
Altes Testament – Jeremia, 29,7